Friaulaner Naturerlebnisse

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Die Monte Antelao und Punta Sorapiss Dolomiten

Pfade - Berghütten - Klettersteige - Gipfeltouren - Höhenwege
Sentiero - Rifugio, Casera, Bivacco - Ferrata - Cime, Monte - Sentiero del sopra


Die Monte Antelao + Cima Sorapiss Dolomiten

Pfade - Berghütten - Klettersteige - Gipfeltouren - Höhenwege
Sentiero - Rifugio, Casera, Bivacco - Ferrata - Cime, Monte - Sentiero del sopra

Eine Geographische Übersicht

Der Monte Antelao und die Sorapiss Dolomiten gehören zu den Ampezzaner Dolomiten und sind ein Teil der östlichen Dolomiten Gebirge. Im Westen begrenzt das Val Boite zwischen Cortina und San Vito di Cadore mit seinem Wildfluss die Berge vom Monte Pelmo. Das Val d`Oten und die Piave im Osten. Im Norden das Val d`Ansiei.

Eine Liste der Berghütten

Das Rifugio Pietro Galassi, 2018 m.
Großer rechteckiger Steinkasten östlich unterhalb der Forcella Piccola zwischen dem Antelao und der Marmarole gelegen.
Tal Zustieg von San Vito di Cadore auf guten Wanderwegen in 3 Stunden.

Das Rifugio Antelao, 1693 m.
Aussichtsreich auf einem Wiesensattel am Dolomiten Höhenweg 4 + 5 gelegene Berghütte. Der Tal Zustieg erfolgt meist von Pieve di Cadore über die Tabia Mono de Pol in 3 Stunden.

Das Bivacco Cosi auf 3111 m, steht direkt unter dem Gipfelaufbau am Normalweg des Monte Antelao. Es sollte nicht von Wanderern belegt werden, weil dieses Biwak den Extrem Kletterern zum Übernachten dient.

Das Bivacco Brunetta, 2120 m, steht in einer hohen Scharte an der Südseite des Monte Antelao, unterhalb eines höhlenartigen Felsausbruches, Bus del Diaul. Kein Trinkwasser in der Umgebung auffindbar. Vom Val Boite aus, Borca di Cadore, über den Bergsteig CAI 232 recht anstrengend in 3:30 Stunden erreichbar.

Das Rifugio Alfonso Vandelli, 1928 m.
Diese wichtige Berghütte steht an der Nordseite der Sorapiss nahe dem grünen See in einem von Gletschern aus gehobelten Hochkar. Der Dolomiten Höhenweg 3 führt in 1:30 Stunden ab dem Passo Tre Croci recht schnell zum Schutzhaus.

Das Rifugio San Marco, 1823 m.
Wichtigste bewirtete Berghütte im Gebiet. Alle große Weitwanderwege kommen hier an der Berghütte südlich der Forcella Grande vorbei. Tal zustieg von San Vito di Cadore in 2 Stunden problemlos auf dem CAI 228 Wanderweg.

Das Bivacco Slataper, 2620 m, steht hoch oben an der Westseite der Sorapiss auf einer balkonartigen, fast ebenen Karrenplattform in herrlicher Dolomiten Wildnis.

Das Bivacco Comici, 2000 m, steht in einer mit Latschenkiefer bewachsenen Karmulde. Weit und breit kein Trinkwasser vorhanden.

Die Öffnungszeiten der bewirteten Rifugio sind vom 20.Juni bis 20.September nach Vorgabe der CAI. An sonnigen Wochenenden sind die Hütten meist bereits ab 1.Juni offen und vor Mitte Oktober schließen diese selten. 

Bivacco, Ricovero und Casera sind Selbstversorger Hütten und ganzjährig offen zugänglich. Die Ausstattung ist aber sehr unterschiedlich. Guter Schlafsack und eine Liegematte sollten unbedingt dabei sein. Auch ein Kocher wird empfohlen. Frisches Trinkwasser aus Quellen ist meist in der Umgebung der Hütte auffindbar. 

Ende Juli bis Mitte August sind oftmals die Rifugio und Biwakschachteln am Dolomiten Höhenweg 3, 4 und 5 überlaufen und voll. Mir ist dieser Umstand inzwischen völlig egal, ohne mein Leichttrekking Zelt bin ich bei Mehrtagestouren nicht mehr unterwegs.

Ausführliche Pfade Beschreibungen zu den Berghütten sind im Allgemeinen nicht erforderlich. Sind doch diese in der Regel ausgeschildert, bezeichnet und reichlich mit Farbe markiert.


Landschaftlich besonders reizvolle Überschreitungen

Der Sentiero Bortolo de Lorenzo

Dieser alpine, durch die Südflanke des Antelao führender Bergpfad ist etwas für Naturliebhaber, welche gerne auch mal abseits der Touristenströme im Gebirge unterwegs sein wollen. Man kann sowohl vom Rifugio Antelao starten, als auch von Borca di Cadore

Die Pfade CAI 250, 230, 235 und CAI 232 sind farblich markiert und bezeichnet. Stellenweise muss auch mal gekraxelt werden und auch die Orientierung ist nicht immer ganz einfach. Die Gesamte Dauer dieser Bergtour ist in etwa 7 Stunden und ein stetiges Bergauf und Bergab. 

Meine ausführliche Beschreibung beginnt an der Antelao Hütte

Zuerst wandern wir auf dem breiten guten Wanderweg CAI 250 zur Forcella Piria auf 2096 m. Dieser Wegabschnitt ist gleichzeitig ein Teilstück der Dolomiten Höhenwege 4 und 5

Jenseits der Scharte kurz bergab um danach nach links auf schmalen Steigspuren mit der Markierung CAI 230 abzubiegen. Ihr erreicht recht bald die Forcella Cadin, 2100 m, und überschreitet magere Bergwiesen einer früheren Alm. Etwas weiter senkt sich der Pfad nach links und mündet in ein Felsband der Croda Castellon. Nach einem Überhang scharf nach links abbiegen und auf guter Spur fast eben weiter steigen. Nach einer Höhle leicht bergan, einen Felssporn umgehen und waagrecht in eine weitere Tal Einbuchtung hinein. 

Wir verlassen diesen Steig und steigen in der Mitte bergauf in Richtung zu den Felsen der Cima Fanton. Durch eine kleine Rinne knapp an den Felsen vorbei erreichen wir eine kleine Kuppe. Über Latschenkiefer, welcher teilweise umgangen werden muss, kommt Ihr zu einem zweiten Hügel. Nun über eine Rampe absteigen um in den Grund einer Schlucht zu gelangen. Von dort noch etwas tiefer zu einer weiteren Rampe, welche grasbedeckt ist. Die ersten Meter dieser Rampe sind sehr brüchig und heikel zu begehen. Danach wird das Band breiter und verläuft unterhalb einer Felswand aus verschiedenen farbigen Dolomit. Danach durch Latschen Gestrüpp zu einem weiteren Hügel. Danach eine weitere Einbuchtung durchschreiten und ihr erreicht kurz danach eine Terrassen förmige Rampe mit großartigen Panorama. Schöner Rastplatz.


Nun einen bewachsenen Abhang bergab steigen bis zu einem erdigen Absatz, der oberhalb eines Abbruches liegt. Nun im leichten Bergab diesen überqueren - Schlüsselstelle - der gesamten Tour. Jetzt steil auf sehr lebhaften Terrain in den Grund des Tälchen hinab steigen, wo man auf einen Bergsteig aus dem Tal  zusammen trifft. Diesem folgt Ihr im Zickzack etwa 100 Meter nach oben und erreicht so einen grasigen Sattel, den Cavalin de le Taiole

Weiter geht es auf fast gleicher Höhe einer schmalen Spur entlang bis diese sich verliert. Anschließend werden mehrere Kare überquert und Ihr steigt in einem Kessel in der Mitte etwa hinunter. Nach erreichen des Talgrund folgen die ersten Rinnsale des Rio Rudan. Hier verlässt man die Talsohle in Richtung einer bewachsenen Rampe und steigt auf bis zu einer Kante. Nun ein ausgesetztes Band 10 Meter queren und Ihr erreicht eine weitere Erhebung, welche den Blick auf das Bivacco Brunetta freigibt. An einer Höhle vorbei und im Auf und Ab zur letzten Felsrinne, welche zur Biwakschachtel hinüber führt. Nochmals etwa 80 Hm. bergauf und hier aber Vorsicht: die letzten Meter sind mit allerlei Müll durchsetzten Geröll aufzusteigen. Jetzt die letzte Querung und das Biwak ist erreicht.

Abstieg nach Borca di Cadore. Zuerst 200 Hm. in südwestlicher Richtung einen steilen Berghang hinunter und linkshaltend einen Graben queren. Weitere 100 Hm. auf der anderen Seite bergab und wiederum queren. Ihr erreicht kurz danach eine Wegkreuzung, den CAI 230 Bergpfad. Ab hier geht es problemlos hinunter nach Borca di Cadore.

Wer nun eine große Runde geplant hat und wieder zurück zum Rifugio Antelao möchte, geht bei der Kreuzung nach links weiter und wandert den schönen Halbhöhenpfad bis zur Einmündung des CAI 236 Steiges. Diesen in nördlicher Richtung empor zur Forcella Cadin und dann auf bekannten Steig in östliche Richtung zum Rifugio Antelao. Ab der Abzweigung Borca di Cadore benötigt man 4-5 Stunden für den Rückweg zur Antelao Hütte.

Eine Liste der gesicherten Gebirgspfade und Klettersteige - Ferrata

Eine Legende sind die gesicherten Pfade in der Sorapiss. Diese Runde bietet dem erfahrenen Berggeher alles, was sein Herz begehrt. Ein Gebirge mit hohen Graten, einen stimmungsvollen grünen Bergsee, eine gut geführte Berghütte und einen gesicherten Höhenweg, welcher die gesamte Sorapiss umrundet. 

Drei namentlich bezeichnete Teilstücke

der Sentiero ferrata Berti,
der
Sentiero Minazio,
die
Via Ferrata Vandelli mit den beiden Biwakschachtel Slataper und Comici.

Am Monte Antelao gibt es keine gesicherten Steige.


Eine Liste der möglichen Gipfeltouren

Der Monte Antelao, 3264 m.
Die majestätische Felspyramide des Antelao ist der höchste Gipfel der östlichen Dolomiten und nach der Marmolada der zweithöchste Berg der Dolomiten überhaupt. Er bietet ein grandiose Umschau auf Sorapiss, Marmarole, Karnische Alpen, Bosconero, Pelmo und Croda da Lago.

Aufstieg über den Normalweg an der Nordabdachung der Pyramide ab der Forcella Piccola in 4 Stunden. Nur bei besten Bedingungen zu Empfehlen, da bei einem Wettersturz sehr schnell die schrägen Felsplatten vereisen können. Die Route ist teilweise farblich rot markiert. 

Ab der Forcella Piccola in südlicher Richtung den Spuren folgend ziemlich gradlinig Berghoch. Oben an den Felsplatten Schüssen je nach den Verhältnissen aufsteigen. Schnee und Eis unbedingt meiden und auch Vorsicht bei Sand belegten Felsplatten. Retour der gleiche Weg.

Eine zweite Möglichkeit hoch zum Antelao zu gelangen gibt es an der Nordostseite ab der Forcella des Ghiacciaio. Diese Route ist meist eine klassische Schnee, Eis und Felsklettertour. Steigeisen sind Pflicht, Helm anzuraten und im Sommer unbedingt sehr früh morgens einsteigen. 

Ab der oben genannten Forcella über die Reste eines Gletschers zum markanten Couloir zwischen dem Hauptgipfel, rechts, und der Punta Menini, links. Diese Rinne an der rechten Begrenzung zügig hoch steigen in die Forcella Menini, etwa 3100m. 

Aus der Scharte nach links über brüchige Felsen empor. An einem gelb farbigen Felsen aufwärts und links in eine Rinne hinein. Diese hochsteigen, bis sie sich verengt. Über einen Kaminüberhang klettern - Schlüsselstelle - und wiederum links über luftige Wandstellen zum Gipfel. 

Der Abstieg sollte unbedingt über den Normalweg gemacht werden.


Die Punta di Sorapiss, 3205 m.
Herrlicher Aussichtsgipfel, welcher von Südosten ab dem Bivacco Slataper erklettert wird. Die Schwierigkeiten liegen nicht am Klettern, sondern an der Route Findung und Orientierung am Berg. Einen Helm ist anzuraten.
Vom Bivacco Slataper etwas absteigen und um einen Felssporn hinter der Biwakschachtel herum in das nördlich davon gelegene Kar. Darin über Schutt und Gestein an der linken Begrenzung anstrengend hoch. Wiederum links von einer Höhlung über eine Felsstufe hoch zu einem Felsband. Auf diesem etwa 100 m links aufwärts zu einer hübschen Terrasse, danach wird das Band deutlich schmaler. 

Nun über griffige Stufen zum linken von zwei Kaminen und darin etwa 35 Meter empor. Farbiges Papier auslegen, hilft beim Abstieg. Oben wird der Fels klein griffiger und führt über einen Klemmblock hinweg - Schlüsselstelle - der Tour. 

Danach gestuft weiter empor in eine Firnmulde. Diese Mulde links lassend über eine seichte Rinne rechts haltend hoch. Weiter zur Scharte, von der die Rinne herab kommt. 15 Meter vor Erreichen der Scharte rechts weg in eine weitere Rinne. Diese Rinne wird auf einem Band gequert. Dieses Band weiter verfolgen, danach links hinauf  zum Grat und weiter zum höchsten Punkt. 3:30 Stunden ab dem Bivacco Slataper.

Geführte Touren Angebote

Wie alle Touren auf dieser Webseite, kann auch die Antelao - Sorapiss Dolomiten Runde bei mir auf Anfrage gebucht werden. 5-10 Tage zu den schönsten Plätzen und Berggipfeln auf diesem Pfad, dazu die eine und andere Ferrata. 

Übernachtungen im Rifugio und im Bivacco möglich. Leider haben diese Touren ihren Preis. Die bewirteten Hütten sind teuer geworden, man muss sich immer verbindlich bereits vor Wochen anmelden und freies Zelten geht nur in den Hochlagen.

Bei Interesse eine eMail an
Camillo@valcellina-tagliamento.de  oder  doncamillo.friaul@gmail.com

Auch Anfragen von Jugendgruppen, welche dann vielleicht auch gerne mit Zelten unterwegs sein wollen, werden beantwortet. Hierbei werden wir sicher meist im Bereich der Biwakschachteln, Casera und Berghütten zum Zelten bleiben müssen. 

Für soziale Einrichtungen, Vereine und Pfadfinder gibt es bei mir immer ein preislich attraktives, sozial verträgliches Angebot.

Aktuell veröffentlicht am 24.Februar 2025 - Camillo Pötzsch
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