Friaulaner Naturerlebnisse

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Monte Bivera - Tiarfin - Tudaio di Razzo - Tinisa

Die weitläufigen Dolomiten der Monte Bivera Gruppe


Monte Bivera – Tiarfin – Tudaio di Razzo – Tinisa

Ein Geografischer Überblick

Zwischen dem Passo della Mauria im Westen und dem Passo del Pura im Osten stehen die weitläufigen Dolomiten der Monte Bivera Gruppe. Nördlich begrenzt diese die Passhöhe Valico di Cima Ciampigotto und der Lago di Sauris die Bergkette. Südlich das langgestreckte obere Val Tagliamento.
Die Talorte sind Sauris, das deutsche Zahre, Forni di Sopra und Forni di sotto.

Empfohlene Wanderkarte ist die TABACCO 1:25000, das Blatt 02 – Alta Val Tagliamento.

Schutzhütten und Berghäuser

Rifugio Tenente Giuseppe Fabbro, 1783 m.
Agritur Casera Razzo, 1736 m.
Ricovero Casera Lavazeit, 1813 m.
Casera Tartoi, 1707 m.
Casera Tragonia, 1752 m.
Ricovero Francescutto, 1748 m.
Casera Costa Baton, 1731 m.
Bivacco Casera Chiansaveit, 1694 m.
Bivacco Casera Giaveada o Neveada, 1684 m.
Ricovero Casera Bernon, 1600 m.
Ricovero Casera Tintina, 1495 m.
Ricovero Casera Montof, 1742 m.

Weiter führende Informationen zu den einzelnen Hütte findet Ihr Hier.


Bezeichnete Fernwanderwege

Der Dolomiten Höhenweg 6 zwischen der Fabbro Hütte, der Lavazeit Hütte und dem Passo della Mauria.
Der
Cammino delle Dolomiti verläuft an der Westseite der Bivera Berggruppe.

Der Sentiero delle Orchidee führt direkt über alle Bergkämme von Ost nach West hinweg.

Der Sentiero delle Pievi, der Taufkirchenweg, geht erst an der Nordseite der Berge entlang und schwenkt danach in Richtung Süden nach Forni di Sopra ein.

Diese Weitwanderpfade sind gut bezeichnet, markiert und ausgeschildert und benötigen keine weitere Beschreibungen. Auch die Wanderwege zu den einzelnen Berghütten vom Tal her hoch sind ordentlich ausgeschildert. Völlig anders sieht es mit den Gipfeltouren und Überschreitungen aus. Dazu hier weiter unten meine Informationen.

Gipfeltouren und Überschreitungen

Monte Bivera, 2474 m.
Der höchste Gipfel hier kann recht problemlos aus der Scharte Forcella del Bivera, 2329 m, am
CAI 212, heraus bestiegen werden. Den Spuren folgend immer auf dem Bergrücken entlang hoch. Großartige Rundschau.
Üblicherweise wird der Monte Bivera von Norden angegangen. Über die Casera Chiansaveit zur Forcella del Bivera hoch und über den Bergrücken zum aussichtsreichen Gipfel. Etwa 3 Stunden führt den Aufstieg. Alle gut bezeichnet und markiert. Viele verbinden diesen Gipfel mit dem Monte Clapsavon, weitere Stunde ab der Scharte.

Monte Clapsavon, 2462 m.
Dieser direkter Nachbar Gipfel vom Monte Bivera wird auch aus der Forcella del Bivera direkt heraus bestiegen.

Monte Tiarfin, 2413 m.
Diese aussichtsreiche Berg ist nicht so einfach zu besteigen. Gestartet wird ab der Casera Razzo auf dem Bergsteig
CAI 208 in südlicher Richtung zu einer engen Scharte empor. Jenseits südwestlich hinüber zum Ostkamm des Monte Tiarfin. Nun über diesen Rücken bergauf, Schwierigkeiten werden nordseitig umgangen, zum Gipfel. Hier sind nur Pfadspuren und ein paar Steinmännchen, welchen den Weg zeigen.


Monte Tudaio di Razzo, 2285 m.

Üblicher Weise wird der Tudaio di Razzo meist als eine Überschreitung bestiegen. Nahe der Fabbro Hütte geht es in südlicher Richtung fast direkt auf die Bergspitze zu. Nach dem Erreichen des oberen Talkessel haltet man sich etwas linkshaltend bergan und erreicht einen Bergrücken, auf dem dann die letzten 80 Höhenmeter erstiegen werden. Zurück geht es dann in südöstlicher Richtung auf dem Berggrat im leichten auf und ab hinunter zur Scharte, wo man den Bergsteig CAI 208 erreicht. Hier dann in nördlicher Richtung zurück zur Casera Razzo.

Col Rosolo, 2139 m.
Dieser Berggipfel wird am besten von der Casera Doana angegangen. Zuerst einen Pfad in südöstlicher Richtung folgend bergan und nach einer Stunde den Spuren folgend in westlicher Richtung einen Kammrücken empor zum Gipfel. Etwa 1:30 Stunden ab der Casera.

Crodon dei Puntioi, 2280 m.
Dieser Gipfel lässt sich mit dem Monte Tiarfin recht gut verbinden. Nach dem Erreichen der Abzweigung zum Tiarfin einfach in südlicher Richtung weiter gehen und direkt über einen schmalen Bergkamm zum Gipfel des Crodon die Puntioi aufsteigen. Etwa eine Stunde ab der Abzweigung.

Col Marende, 2080 m.
Aus der Forcella Marende, 2001 m, am
CAI 208 Bergsteig unschwierig heraus zum Gipfel. Bis zur Scharte aufsteigen und hier unschwierig in nördlicher Richtung zum Col Marende. Ab der Casera Razzo 1:30 Stunden.

Monte Lagna, 2184 m.
Aus der Forcella Forada, 2003 m, am
CAI Bergsteig 211 recht einfach zum Gipfel hoch.
Dieser in Richtung Forni di Sopra hervorstehende Gipfel wird normaler Weise von Forni angegangen. Der ausgeschilderte Bergsteig CAI 210 führt Euch zur Casera Mamaiou, 1718 m problemlos in 2 Stunden hoch. Hier ist auch die Abzweigung zum Ricovero Francescutto, welche nach 15 Minuten erreichbar wäre. Nun den
CAI 211a Steig hoch in die Scharte Forcella Forada und von dort in südwestlicher Richtung auf einer schmalen Spur zum Gipfel des Monte Lagna. Herrliche Ausblicke in südlicher Richtung über die Friaulaner Dolomiten hinweg.


Monte Zauf, 2246 m, Westgipfel

Direkt über den Sentiero delle Orchidee, CAI 234 aus der Scharte Passo del Zauf, 2056 m, empor. Die Scharte ist problemlos ab der Casera Giaveada in einer Stunde erreichbar.
Diese Erhebung ist recht einfach ab dem Sentiero delle Orchidee nordseitig erreichbar. Fast weglos durch den Bergkessel recht steil empor und dann in kurzer leichter Kletterei zum Gipfel.

Monte Zauf, 2245 m, Ostgipfel
Dieser kann aus der Scharte Passo del Zauf von Osten kommend mit leichter kurzer Kletterei erreicht werden. Eine Überschreitung zum Westgipfel ist machbar, aber die Kletterei in brüchigen Fels nicht jedermanns Sache.

Monte Tinisa, 2112m.
Auf dem
Sentiero Natura Tiziana Weiss auf einer gesicherten Steiganlage herrlich empor zu einer gigantischen Felspyramide westlich von Ampezzo stehend.

Start ist am Parkplatz am Passo del Pura, wobei eine hübsche Bergstraße von Ampezzo hier hoch führt. Zuerst auf einem Forstweg zur Casera Tintina, einer in letzter Zeit renovierten Selbstversorger Hütte. 

Wer den gesamten Bergkamm von Ost nach West überschreiten möchte, mein Tipp, steigt bereits ausgeschildert einen Kilometer vor der Tintina Hütte in südlicher Richtung im Wald empor. Die Kammtour ist ordentlich gesichert, aber absolute Schwindelfreiheit ist notwendig. Nun immer den Sicherungen folgend nach Westen. Nach dem Gipfel des Monte Tinisa habt Ihr die Möglichkeit, direkt hinunter nach Norden zur Tintina zu gelangen, oder weiter dem Bergkamm entlang zur Forca di Montof. Von hier dann bezeichnet und ausgeschildert zurück bis zum Passo del Pura.

950 Höhenmeter und etwa 6 Stunden für die gesamte Überschreitung.

Eine Grande Tour
Es besteht die großartige Möglichkeit, die ganze Bivera Bergkette längs entlang zu Überschreiten. Dauer wäre 2 bis 3 Tage ab der Fabbro Hütte. Allerdings sollte man bis zum 2.Grad auch im brüchigeren Fels auf und ab sicher Klettern können. Idealer Weise hat man zum Übernachten ein Zelt dabei und das Trinkwasser muss auch mitgebracht werden.


Mein Sommer Angebot

Diese Bergtouren mit einigen großartigen Verlängerungen biete ich im Sommer als einwöchige geführte Zelt und Selbstversorger Hütten Tour für 3 bis 5 Mitgehern an.
Gute Kondition, Kletterkenntnisse bis zum 1+ Grad und absolute Schwindelfreiheit sind die Voraussetzungen.

Die Führergebühr dafür beträgt 245 € pro Person.

Für Jugendliche ab etwa 12 Jahren kann ich diese Bergtouren Woche etwas abgemildert auch anbieten. Dies sowohl mit Zelten, wie aber auch als reine Selbstversorger Hüttentour. 

Startort wäre Forni di Sopra mit seinem hübsch gelegenen Zeltplatz. Diese ist problemlos mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Mit dem Zug über München, Salzburg, Villach, Tarvisio und Tolmezzo. Ab hier mit dem Bus bis Forni di Sopra.
Je nach Gruppen Größe, dem Alter der Jugendlichen und den möglichen Betreuern kann ich gerne ein sozial preiswertes Angebot machen. Dies gilt für Vereine und sozialen Einrichtungen, wie Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt oder ähnliches.

Meldet Euch rechtzeitig im Frühjahr per eMail.


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Aktueller Stand dieser Beschreibung: 15.Mai 2024 - Camillo Pötzsch
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Veröffentlicht zum 23.Dezember 2024