Monte Frascola und Monte Tamaruz
...und weitere Gipfelziele im Bereich der Casera Chiampis
Der Monte Frascola
...und weitere Gipfelziele im Bereich der Casera Chiampis
Der Monte Frascola, 1961 m, einziger Gipfel ab der Casera Chiampis mit farblich markierten Bergpfaden, eine landschaftlich, herrliche Überschreitung in unberührter Natur mit einer Selbstversorger Hütte, der Casera Chiampis, an seiner Nordost Seite. Seine Aufstiege sind recht unterschiedlich schwer und anstrengend.
Nun, der Reihe nach:
Die Normalroute startet bei der Casera Chiampis, nimmt den bezeichneten Bergsteig CAI 392 und führt letztendlich von Westen herauf zum Gipfel des Monte Frascola. Hinunter kann ich den Ostweg, auch markiert und bezeichnet, über die Forca del Frascola empfehlen. Etwa 750 Hm. und fünf Stunden als Rundtour.
Der Anstieg ab dem Ricovero Bivacco Scuola Frassaneit ist deutlich anstrengender und etwas anspruchsvoller. Der markierte Bergsteig CAI 386 führt zuerst zum Bivacco Stalle Giavons in zwei Stunden herauf. Danach anspruchsvoller zur Forca del Frascola und jenseits noch 50 Hm. hinunter. Hier ein kleiner Wegweiser nach links, Westen, für den Gipfelaufstieg zum Monte Frascola. Zuerst durch Bergwald und Latschenkiefer bergan bis zu einem hübschen Aussichtspunkt hinüber zum Aquila del Frascola. Danach geht es eine steile, markante langgezogene Geröllrinne in westlicher Richtung hinauf. Nun folgt eine unscheinbare Passhöhe mit dem Wegweiser zum Gipfel, welche ab hier in 10 Minuten erreicht wird. Abstiege nun entweder zur Casera Chiampis, Bergsteig CAI 392 in westlicher, danach nördlicher Richtung, oder direkt wieder östlich hinunter auf dem Aufstiegspfad.
Nun eine weitgehend unbekannte, dafür umso herrlichere Variante, den Monte Frascola zu erreichen. Dabei sind wenige, kurze Kletterstellen bis maximal zum 2.Grad im Ausstieg zu überwinden. Gute Kondition und ein Gespür für die Route sind aber unerlässlich.
Start wäre am Lago del Ciul auf 600 m.
Ab der Staumauer des Lago del Ciul geht man 20 Minuten auf dem breiten Seeweg, CAI 398, in nordwestlicher Richtung entlang. Hier erreicht man eine enge, Wasser führende Schlucht mit schönen Badegumpen. Nun nicht mehr weiter auf der Uferpromenade entlang, sondern an der linken Begrenzung dieser Schlucht über Blockgestein in nördlicher Richtung kurzweilig aufsteigen. Ihr erreicht nun die Ruinen der Stavolla Val Curta, 647 m. Hier direkt in westlicher Richtung, ganz wenige Trittspuren erkennbar, wenige Steinmänner, eine bewaldeten Rinne hinauf. Ab der Höhe 700 etwa führt die Route in nordwestlicher Richtung. Man bleibt immer links wenig oberhalb der teilweise Wasser führenden Rinne im Aufstieg. Bei der erreichten Höhe von etwa 1300 m geht die Pfadspur in nordöstlicher Richtung nun steile Berghoch zur Scharte Cuel Flurit, um die 1500 m. Jenseits dieser Scharte östlich fast eben entlang um in eine weitere Rinne, nun in nördlicher Richtung, einzusteigen. Diese führt hoch zu einer weiteren Scharte, welche etwas südlich vom Monte Frascola erreicht wird. Nun hinüber zum Hauptweg, CAI 392 und in 10 Minuten zum Gipfel. 1400 Höhenmeter ab dem Lago del Ciul und mindestens 5 Stunden zum Gipfel. Abstieg am Besten nach Osten und hinunter zur Casera Chiampis zum Übernachten.
Weitere Gipfeltouren sind hier gut machbar:
Monte Tamaruz, 1930 m, ab der Forca del Mugnol über den Ostkamm aufsteigen. Diese Bergfahrt ist nicht allzu schwer und zum Abstieg gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder zurück auf dem Aufstiegspfad oder südöstlich über steile Flanken hinunter zur Ruine der Casera Tamaruz, 1517 m.
Die weit sichtbare Forca del Bech, 1854 m, ist ein hübscher Aussichtspunkt zwischen dem Monte Tamaruz und Monte Frascola. Gut erreichbar beim Westaufstieg CAI 392 zum Monte Frascola in 20 Minuten.
Jenseits der Scharte Forca del Bech ist absolutes Bergsteiger Niemandsland. Der Durchstieg und Bergpfad, welcher tief hinunter zur Casera Ciarpen, 801 m, führen soll, konnte ich selbst bisher nicht mehr finden. Nach alten Überlieferungen geht es in nordwestlicher Richtung zum Hochtal Le Paline mit dem Rugo del Ciarpinuz steil bergab zum Foos del Tencion. Bis hierher bin ich bereits mal von unten kommend ab der Casera Ciarpen angelangt.
Monte Giavons, 1684 m, CAI 386 bis zur Höhe 1330 und hier durch eine breite WNW Schlucht aufsteigen, danach leichte Klettertour. 2:30 Stunden im Aufstieg ab der Casera Chiampis.
Monte Naiarda mit 1819 m, vom CAI 378 Pfad direkt westlich aufsteigen.
Monte Costa di Paladin, 1769 m, ab der Forca del Mugnol, 1552 m, immer am Bergkamm in östlicher Richtung aufsteigen.
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Aktueller Stand dieser Beschreibung: August 2024 - Camillo Pötzsch
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