Canal Torrente Meduna - Lago del Ciul
Bergtouren mit vielen Pfaden zum Wasser…
Canal Torrente Meduna – Lago del Ciul – Cascata Le Lisce und Cuel
Bergtouren mit vielen Pfaden zum Wasser…
Mein Touren Steckbrief
Talort: Tramonti di Sopra
Start: Parkplätze westlich der Ortsmitte
Ziel: Forcella Cuel oder Forcella Caserata
Anforderungen: Mittlere, plus sehr gute Ausdauer
Pfade: CAI 386, 398, 393
Karte: TABACCO 028
Gehzeiten: 2 bis 3 Tagestouren
Höhenmeter: 1600 m
Berghütte, Übernachtung: Casera Ciarpen, Casera Caserata, Ricovero Scuola Frassaneit
Mögliche Gipfeltouren: Monte Caserine Berge
Varianten: Start bei Inglagna, Ziel bei Casavento
Nachbar Touren: Lago de Selva
Jugendgruppen mit Zelt: Ja
Mountainbike: Tramonti di Sopra – Lago del Ciul - Selva
Etwas Geographie über den Canal Torrente Meduna
Zwischen der Forcella del Cuel, der Monte Caserine Berggruppe und der Forcella Caserata im Westen und dem langen Canale di Meduna mit der Gemeinde Tramonti di Sopra im Osten befindet sich das einsame, wilde und raue Berggebiet des Torrente Meduna. Oberhalb vom Lago del Ciul teilt sich der großartige Wildfluss in den Canal Piccolo di Meduna nach Westen und dem Canal Grande di Meduna nach Norden.
Drei unbewirtete Selbstversorger Hütten stehen dem Bergtouristen zum Übernachten hier zur Verfügung. Das Ricovero Ex-Scuola Frassaneit, 524 m, das Ricovero Casera Ciarpen, 801 m und das Ricovero Casera Caserata auf 1479 m stehend. Dazu gibt es eine Vielzahl von freien Zelten Möglichkeiten, wie etwa bei den Ruinen der Casera Cuel, 1360 m, der Casera Ropa, 1058 m, auf der Pineit Ebene nahe der Einmündung des Wildbaches Rio del Clapon und bei den Ruinen von Selis am Lago del Ciul Westuferseite.
Das Val Canale Meduna und Piccola
Bergtouren in einem einsamen Hochgebirgstal in der Region Friaul. Aus dem Bergdorf Tramonti di Sopra ausgeschildert in westlicher Richtung auf der Straße entlang zum Ortsende. Danach weiter auf einer kleinen Schotterstraße und zu deren Ende. Der markierte Bergsteig, CAI 386, führt nun hoch an der rechten Uferseite der Meduna, Durch die beiden verlassenen Weiler Frassaneit und weiter bis zum Stausee, Lago del Ciul auf 598 m. Nun am Nordufer des See entlang bis zur luftigen Hängebrücke. Hier teilt sich der Bergpfad.
Nun ordentlich markiert dem Bergsteig nach links und einer bewaldeten Böschung etwa 60 Hm. Bergan. Über einen kleinen Bergrücken hinüber, hier geht ein schmaler Steig links ab hinunter zu den Ruinen von Selis, wer dort frei Zelten möchte. Nun den spärlichen Markierungen folgen in westlicher Richtung durch den Bergwald, mehr bergan, als abwärts. Nach dieser Querung folgt ein längerer, etwas heikler Abstieg und man kommt wieder zum Wildfluss hinunter. Die Einmündung des Rio del Clapon queren und die Böschung hinauf zur Ebene von Pineit, guter Zeltplatz. Dahinter nun deutlich steiler den Bergwald empor. Abwechselnd folgen Querungen mit Anstiegen, hier darauf achten, die Markierungen, meist an Bäumen, nicht zu verlieren. Nach einer weiteren längeren weniger steilen Querung folgt der steile Schlussanstieg in die Forcella Caserata hinauf. Kurz vor der Scharte kommt man an einer kleinen Wasserquelle vorbei, die einzige hier oben für die Berghütte. Jenseits der Scharte kurz 40 Hm. bergab zum sichtbaren Holzblockbau der Schutzhütte. Hinter der Hütte führt der Pfad CAI 398 weit hinunter in westlicher Richtung über die Casera Podestine bis nach Claut, etwa weitere 5 Stunden.
Die Val Canale Meduna Grande Tour
Aktuelle Pfade Beschreibungen vom Lago del Ciul bis zur Casera Senons.
Zeitangaben: eine Stunde bis zur Staumauer Lago del Ciul, 45 Minuten bis zur Hängebrücke, 2:45 Stunden zum Wasserfall, 2 Stunden zur Holzhütte, Casera Ciarpen = 6:30 Std.
2. Tag: 2:15 Std. zur Ruine Casera Cuel, 1360 m, 2:45 Std. zur Forcella del Cuel, 1921 m, weitere 2 Stunden zur Casera Senons, 1326 m, = 7 Stunden.
Direkt am Betonpfeiler scharf rechts auf einer schmalen Spur eine Böschung 15 Hm. bergab und weiter auf dem Steig 15 Minuten problemlos entlang. Es folgt ein kurzer steiler Anstieg auf ein Köpfchen und jenseits teils steil und an einer Stelle mit einem Seil gesichert weit hinunter bis zum Wildbach der Meduna. Nun folgt ein Zeit aufwändiger Abschnitt immer am linken Ufer der Meduna entlang. Teils direkt an oder auf Felsen, mehrmals die Uferböschung hoch und runter, teils Weglos, teils mit roter Farbe markiert, unterbrochen mit kurzer Kletterei und mehreren schmalen Querungen am steilen Wiesenhang entlang. Dabei das herrliche Rauschen des Wildbaches.
Bei einer Canyon artigen Engstelle der Meduna ist Schluss mit dem Uferpfad. Hier ist eine markante rot blaue Markierung als Zeichen, die Uferseite zu Wechseln. Je nach Wasserstand gibt es nasse Füße. Anschließend direkt und sehr steil in vielen kurzen Kehren etwa 70 Hm. bergan, gefolgt von einer schmalen Querung im sehr steilen Gelände auf weniger ausgeprägter Spur. Hier müsst Ihr zwei kurze heikle Stellen ungesichert überwinden, wobei der oftmals nasse und rutschige Felsen besondere Obacht bedarf. Nun folgt ein längerer Abstieg, später in einer Geröllrinne, hinunter wieder zur Meduna. Hier wieder zur linken Uferseite, immer mit nassen Füßen und deutlich unschwieriger zum bald rechts sichtbaren Wasserfall. Wieder deutliche Farbkleckse zum Wechseln der Uferseite. Schöner, wilder Rastplatz bei der Cascata Le Lisce etwa 2:45 Std. ab der Hängebrücke Lago del Ciul.
Nun folgt ein weiterer mit 230 Hm. sehr steiler Anstieg meist direkt am Bergrücken hoch. Oben angekommen bietet ein Bergkopf eine herrliche Aussicht auf das Tal der Meduna mit dem bisher zurück gelegenen Pfad. Wer genug Trinkwasser und ein Leichttrekking Zelt dabei hat, hier kann gut und geschützt gezeltet werden. Besonders Harte und im Hochsommer gerne auch ein Freibiwak.
Nun 30 Hm. steil gerade bergab und dann rechts haltend einen kleinen Bogen und schräg hinunter auf einem schmalen Waldpfad entlang. Mehrere Querungen, kurze Gegenanstiege und recht ordentlich farblich markiert geht es hier entlang. Zuletzt steiler bergab und endgültig auch hörbar wieder zum Torrente Meduna hinunter. Zuerst über ein Kiesbett und anschließend direkt über den Wildbach, Farbliche Markierungen, und in 10 Minuten durch den Bergwald 30 Hm. empor zur schön gelegenen Holzhütte der Casera Ciarpen.
Eine interessante Bergtour ab dem Ricovero Casera Ciarpen
Es gibt eine herrliche Bergfahrt von der Ciarpen Holzhütte zum Ricovero Casera Chiampiuz über die Forca de la Crous, 1720 m, hinweg. Zuerst zu dem großen Felsen, Clapon del Limit und noch 10 Minuten weiter am rechten Ufer der Meduna entlang. Hier nun rechts haltend auf einen bewaldeten Bergrücken, später Berggrat, bis zur Höhe 1500 m, in nordnordwestlicher Richtung hoch. Nach der Waldzone geht es rechts haltend weitere 200 Hm. in nordöstlicher Richtung schräg bergan. Hier findet man immer wieder alte Pfadspuren, welche einem zur Forca de la Crous führen. Oben an der Scharte nicht direkt hinunter steigen, sondern rechts am Bergkamm weiter entlang bis etwa bei der Höhe 1800 m ein Bergsteig gut erkennbar zum Ricovero Casera Chiampiuz hinunter leitet.
Gesamte Dauer dieser Bergfahrt: 5 Stunden bei 1000 Hm.
Der weitere Weg bis zur Ruine der Casera Ropa
Von der Ciarpen Hütte kurz gerade bergab und durch die liegenden Baumstämme eines Sturmes links haltend fast eben hindurch. Danach ist der Pfad CAI 393 wieder besser markiert und erkennbar. Nun folgt ein weiterer Bachübergang, welcher im Sommer und Herbst meist ohne Wasser ist auf die andere Uferseite. Ihr kommt an den markanten großen Felsen „Clapon dal Limit“ vorbei. Ein alter seit frühester Zeit benutzter Notüberstand für Jäger. Weiter den spärlichen Markierungen folgend nun immer leicht bergan durch den Bergwald. Bei einer Querung mit großen Blockgestein in einer wilden Schlucht muss aufgepasst werden. Nicht durch die Schlucht steil bergan Klettern, diese lila Route führt zur Forca della Crous. Hinter der Schlucht ist der Pfad wieder ganz gut erkennbar, spärliche fast verblasste rot-weiße Markierungen leiden weiter im Wald bergan. Bei der Höhe um 1050 wechseln wir wieder die Uferseite, hier ist die Abzweigung zur Ruine Casera Ropa bei fast genau der 1000 er Höhenmarke. Ihr müsst über den Wildbach Meduna und eine Böschung 50 Hm. bergan, südöstlicher Richtung. Hier bei der Ruine darf auch frei gezeltet werden.
Weiterweg zur Ruine der Casera Cuel
Der nun folgende Abschnitt ist nur etwas für erfahrene Abenteuer Geher. Zuerst werdet ihr feststellen, hier haben mehrere Herbststürme gewütet und regelrecht den Bergwald beschädigt. Macht aber für das weitere Wandern nicht allzu viel aus, da die Route von der Naturparkverwaltung einiger Maßen frei gesägt worden ist. Bei der erreichten Höhe geht es deutlich steiler empor, Markierungen leiden weiter im Wald bergan. Mit der Höhe um 1080 wechseln wir wieder die Uferseite um anschließend 250 Hm, sehr steil hoch zu steigen. Hier liegen sehr viele umgestürzte Bäume nach einem heftigen und über eine wild bewachsene Bergwiese kommt man zu den wenigen Steinen der Ruine der ehemaligen Casera Cuel, 1360 m. Hier wäre es ideal zum freien Zelten, auch zum Trinkwasser sind es nur wenige Minuten und man ist gut geschützt auf dieser Hochalm. Jetzt folgt der landschaftlich großartige, aber meist weglose und völlig unberührter Aufstieg über 600 Hm. zur Forcella Cuel.
In das Hochtal hinein und der Aufstieg zur Forcella Cuel
Zehn Minuten hinter der Casera Cuel müsst ihr den Torrente Meduna überqueren und an der anderen Uferseite linkshaltend schräg im Bergwald aufsteigen. Hier befinden sich mehrere Cascate des Meduna. Beschwerlich erreicht ihr einen Bergrücken, welcher linkshaltend entlang begangen werden sollte. Später folgt ein kurzer Abstieg in eine sekundären Schlucht, dieser wird durch schritten und nun leicht rechts haltend einen weiteren Berghang fast eben gequert. Etwas verzwickter, den alten Farbmarkierungen suchend, weniger steil den Bergwald hoch mit zwei Querungen von steinigen Geröllfeldern. Nochmals über den nun kleinen Bach, dann leicht links haltend eine Böschung hoch und weitere 250 Hm. Direkt südwestlich haltend steil bergan. Wir sind nun im letzten Hochtal, bevor der Passübergang erreicht wird. Nun mehr sich südlicher halten, weiter aufsteigend, dann an senkrechten Felswänden rechts haltend vorbei und im direkten Anstieg nun steil hoch in die Forcella del Cuel auf 1921 m Höhe. Herrliches Panorama Großartige Ausblicke und Rastplatz bei schönem Wetter.
Von hier aus kann mit mäßiger Schwierigkeit der Monte Burlaton, 2106 m, bestiegen werden. Steinmännchen und wenige Pfadspuren leiten in 45 Minuten hoch zum Gipfel.
Ab hier bis zur Casera Senons gibt es keine Probleme, die rund 600 Hm. Bergab zu steigen.
Abstieg zum Rifugio Pussa im oberen Val Settimana
Jenseits der engen Scharte geht es 200 Hm. sehr steil, etwas heikel bergab, bis in einen Fels und Geröll Kessel. Wilder kann eine Landschaft im Friaul nicht sein. Der hier von mir gesehene Steinbock hat nicht mal mehr einen Fluchtgedanken, wegen einem selten vorbei kommenden Bergsteiger. Im Kessel geht es rechts haltend nun deutlich angenehmer bergab und man trifft den nun gut markierten Bergsteig, CAI 393. Dieser führt problemlos hinunter zur Casera Senons auf 1326 m, eine etwas rustikale Selbstversorger Hütte. Guter Platz auch hier zum freien Zelten. Von hier aus gelangt man auf einem breiten Forstweg, teilweise sogar betoniert, in zwei Stunden hinunter zur meist bewirteten Hütte - Rifugio Pussa - im obere Val Settimana.
Aufstieg zum Lago del Ciul über Inglagna
Ein günstigerer Start wäre das Bergdorf Inglagna, CAI Pfad 393a und durch den zweiten Naturtunnel hindurch, unbedingt mit guter Taschenlampe, zum Lago del Ciul.
Die immer noch in vielen Artikeln im Internet angegebene Variante mit dem Auto zum Lago di Selva über Chievolis und anschließend durch beide Naturtunnel bis zum Lago del Ciul zu fahren ist strengstens Verboten und bringt enormen Ärger mit dem Personal am Lago del Ciul.
Aktueller Stand dieser Bergtour Beschreibung: Mitte August 2024 - Camillo Pötzsch
Copyright ab: CP_2017/_2024
Die Urheberrechte an den Bildern und Texten liegen ausschließlich bei mir.