Canal di Cuna - Torrente Comugna
Bergtouren mit vielen Pfaden zum Wasser…
Das Valle Torrente Comugna
Der Canal di Cuna
Mein Touren Steckbrief
Talort: San Francesco und Tramonti di mezzo
Start: Selva Piana oder Einmündung Arzino Fluss
Ziel: Canal di Cuna Durchwanderung
Anforderungen: Wandern und etwas Ausdauer
Pfade: CAI 810 / CAI 810a
Karte: TABACCO 028
Gehzeiten: 5 – 7:30 Std. je nach Routenverlauf
Höhenmeter: 250 m. bis 680 m.
Berghütte, Übernachtung: Ricovero Casera Giaf und freies Zelten.
Mögliche Gipfeltouren: Monte Giaf, Monte Venchiar, Monte Rovoleit
Varianten: Forchia di Nagardaia
Nachbar Touren: Torrente Chiarzo und Torrente Arzino
Jugendgruppen mit Zelt: Ja, ideales Gebiet für Kinder und Jugendliche
Mountainbike: Tramonti di mezzo – Forchia Zuvial
Etwas Geographie zum Canal di Cuna – Torrente Comugna
Zwischen der Forchia Zuvial, 896 m, und der Forchia Ciuf, 905 m, im Westen oberhalb von Tramonti di Mezzo und dem Canale di San Francesco im Valle Torrente Arzino im Osten liegt das romantische, aber auch weltfremde Canal di Cuna. Der Torrente Comugna mit seinen Neben Wildbäche Riu Giaveada, Riu Plan di Rep und dem Torrente Rossa durchfließt in herrlicher Tal Landschaft den Canal di Cuna. Nördlich begrenzt die Bergkette Monte Sciara, 1681 m, die Cuesta Spioleit, 1687 m das Valle Torrente Comugna. Südlich davon der 1309 m hohe Zuc di Santins und dahinter die Bergkette der Monte Rossa.
Hinweise für den Bergwanderer
Nur zwei markierte Wanderrouten durchstreifen diese bewaldete Bergregion. Der Sentiero CAI 810 von Tramonti di Mezzo kommend geht über die Forchia Zuviel und der Sella Giaf von West nach Ost und endet in San Francesco. Der Sentiero CAI 830 kommend von der Casera Teglara im Norden führt mit dem Sentiero CAI 831 zur Forchia di Nagardaia im Süden dieser Friaulaner Bergregion.
Alle weitere Wege und die teilweise noch vorhandene Bergpfade sind unmarkiert und wer diese findet und begeht, bekommt eine fast wieder unberührte Natur geboten.
Bewirtete Berghütten gibt es keine und auch nur zwei sehr einfache Selbstversorger Hütten, das Ricovero Casera Giaf und die Casera Teglara sind vorhanden. Zwei weitere Hütten sind privat und für uns nur zu Not benützbar. Also heißt es hier, unbedingt ein Zelt und dazu auch Wasser taugliche Sportschuhe für das Durchwaten der Wildflüsse mit zu nehmen.
Etwas Geschichte zum Canal di Cuna
Geschichtlich interessant ist die frühzeitige Besiedlung dieser einsamen Bergregion im Friaul. Unzählige, oftmals einzeln stehende Ruinen geben hier ihre Geschichte preis. Um 1740 kamen die ersten Familien und lebten hier recht einsam, meist als Selbstversorger Bauern, Viehzüchter und Waldarbeiter. Um 1900 gab es fast 30 Familien mit etwa 120 Menschen, welche ein sehr bescheidenes Leben führten. Auch eine Schule mit 4 Lehrern für mal maximal 38 Kindern wurde betrieben.
Nach dem 2.Weltkrieg verließen immer mehr Familien den Canal di Cuna und die letzten gingen noch vor 1960 weg und überließen ihre Häuser wieder der Natur. Diese verfielen im Laufe der Jahrzehnte und erst eine Initiative Ende der 90er Jahre bauten dann zumindest die Kirche San Vincenzo wieder auf. Einmal jährlich findet hier ein Gedenken Gottesdienst im Sommer statt.
Eine herrliche Mehrtages Bergtour:
Start ist im Westen dieser Region am Pian di Spineit auf 434 m, 3 Km östlich von Tramonti di Mezzo. Nicht auf der alten Kriegsstraße zur Forchia Zuvial hoch wandern, sondern über einen Steig links haltend über den Torrente Chiarchia hinweg. Auf einer schmalen Wegspur immer an der linken Uferseite dem Chiarchia Wasser aufwärts entlang. Herrliche Wildbach Landschaftsbilder !
Bei etwa der Höhe um 800 m wird es deutlich steiler und Ihr müsst einen bewaldeten Bergrücken in exakt nordöstlicher Richtung hinauf. Auf 1115 m Höhe erreichen wir die Casera Gardelin auf einem schmalen Bergkamm stehend. Nun hinüber zur sichtbaren privaten Casera Savoleit, 1170 m Noch weitere 10 Minuten auf diesem Wanderweg weiter und dann Aufgepasst:
Achtung - hier eine fast unscheinbare Kreuzung, nur eine markierte Eisenstange rechts 10 m unterhalb in direkter südlicher Richtung führt auf einem steilen mit Sommerginster verwachsenen Bergsteig 200 Hm direkt hinunter. Bei knapp der Höhe 1000 m folgt nun der deutlich gut markierte Wanderweg CAI 830. Nach 15 Minuten folgt mit einem kleinen Wegweiser links haltend hinunter auf einen schmalen Bergpfad nach Mosareit. Diesen unmarkierten Weg bergab und über den Ruinen Mosareit kommt man hinunter zur Kirche San Vincenzo an den Torrente Comugna. Hier kann sehr gut frei gezeltet werden.
Herrlicher Weiterweg: auf dem CAI 810 in östlicher Richtung immer am Wildwasserfluss bis zur großen Wildwasser Kreuzung bei der Ruine Casera Piedigiaf, 484 m. Die große Brücke wurde durch extremes Hochwasser komplett zerstört, diese Stand fast 100 Jahre unbeschädigt hier. Unterwegs oftmals schöne Badeplätze am Wildwasser.
Nun geht es weiter in nördlicher Richtung am Wildbach Riu Giaveada entlang. Bis zur Einkehr eines kleinen steileren Wildbaches von rechts kommend müsst Ihr direkt am und im Bach entlang wandern und steigen. Danach etwa 25 Hm. rechts die Böschung hinauf und auf einem schmalen Bergpfad zum Stavoli Chiaschiarmas, 544 m. Nun links haltend über den Wildbach und weiter nordwärts wandern. Danach geht es links in ein Hochtal hin auf und man kommt zu den Stavoli Menegon und Lorenzini auf 898 m. Bei den Ruinen darf wiederum frei gezeltet werden.
Zurück zur Casera Piedigiaf: entweder auf dem Hinweg in gleicher Richtung wieder zurück retour wandern, oder viel besser, aber auch anstrengender über den Passo Zudibigna, 986 m, in südlicher Richtung teilweise Weglos, teilweise auch auf einer unmarkierten Spur aufsteigen und jenseits des Passo bergab wieder in das Tal Canal di Cuna.
Der Rückweg oder eine Variante
In das Valle di Arzino kommt man entweder auf dem Steig CAI 810 ab der Casera Piedigiaf den Wald in vielen Serpentinen hoch zur Sella Giaf und dem Ricovero Casera Giaf, danach eine Waldstraße bergab bis nach San Francesco.
Oder bei herrlichem Sommerwetter, meine Empfehlung, den Torrente Comugna in südlicher Richtung nach Pielungo folgen. Ihr müsst meist immer an der linken Uferseite Wasser abwärts bleiben, oder auch mal direkt durchs Wildwasser. Mehrmals geht es auch sehr steil über eine Bergschulter 30 - 100 Hm. empor. Herrliche Badeplätze und Landschaftsbilder.
Zurück in das Val Tramontina mit dem Bus über Spielembergo und Meduno möglich, aber sehr aufwendig und umständlich.
Statt nun umständlich mit dem Bus nach Tramonti di Mezzo zurück einfach weitere zwei Tage dranhängen und im Valle di Arzino in nördlicher Richtung zu den Cascata dell Arzino. Weiter über den Monte Valcalda, hier mehrere Wege Möglichkeiten und den langen Abstieg in das Val Tramontina, hier aber noch unbedingt zum Wasserfall Fontanon dal Toff vorbei Wandern.
Diese hier von mir beschriebene Rundtour kann man bei mir ab Mai bis Ende Oktober, bei mir als begleitete, geführte einwöchige Abenteuerrunde gebucht werden. Ein Zelt muss unbedingt mitgebracht werden.
Auf speziellen Wunsch wäre diese Tour auch für Naturisten Vereine und Club geeignet und durchführbar.
Für eine Jugendgruppe ab 10 Jahren ist das Valle Canal di Cuna und der Rückweg Arzino - Valcalda hervorragend als Wochentour geeignet. Bei Interesse für die Sommerferien bitte frühzeitig im Frühjahr bei mir anfragen.
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Aktueller Stand dieser Beschreibung: April 2024 - Camillo Pötzsch
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