Friaulaner Naturerlebnisse

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Die Via Carpatica

Der Weitwanderpfad über die Karpaten Osteuropas

Von Wien - Bratislava bis zum Schwarzen Meer


Die Via Carpatica

Der Weitwanderpfad über die Karpaten Osteuropas

Von Wien - Bratislava bis zum Schwarzen Meer

Pfade - Berghütten - Klettersteige - Gipfeltouren - Höhenwege
Sentiero - Rifugio, Casera, Bivacco - Ferrata - Cime, Monte - Sentiero del sopra

Allgemeines über die Via Carpatica

Bereits nach der Jahrtausend Wende machten sich mehrere Organisationen Gedanken, wie der Tourismus in Osteuropa angekurbelt werden kann, ökologisch wie ökonomisch. Nach den vielen Vorbildern der Fernwanderrouten, wie Europawege, die Via Alpina und der Sentiero Italia, war es naheliegend, einen durchgehenden Fernwanderweg über den gesamten Karpaten Bogen zu erschließen.

 Seit fast 20 Jahren wurde geplant, EU Fördermittel bekommen und trotzdem ist die Route nicht komplett fertig. Ein Großteil der Etappen in den Karpaten sind mehr oder auch weniger erschlossen, es wurden Berghütten erstellt und Wanderwege bezeichnet. So sind die Hohe Tatra und Niedrige Tatra vorbildlich, daneben gibt es durch die Ukraine bekannter Maßen keine Fortschritte und auch Teilstücke in Rumänien sind eher Abenteuerrouten. 

Trotzdem kann ich Heute, 2025, die Begehungen der Via Carpatica nur empfehlen. Das Teilstück durch die Ukraine werden über Ungarn umgangen und in der Maramures bleibt man derzeit auf rumänischen Staatsgebiet. Sieben osteuropäische Länder werden auf der Via Carpatica durchwandert.

Die Pfade der Via Carpatica
Bei der Planung der Fernwanderroute wurde parallel auch die Wegführung der Europa Fernwanderwege mit eingebunden. Dies betrifft den
E3 und den E8. Teilweise laufen Abschnitte gemeinsam, teilweise relativ nahe parallel und dann auch komplett unterschiedlich. Ich würde das so Beschreiben: die Via Carpatica ist die alpinste Route über den Karpatenbogen. Die Europawege verlaufen in gemäßigten Zonen. 

Was sich für passionierte Weitwandergeher anbietet, ist ab Bratislava die Via Carpatica zu begehen und den Rückweg über die E3 und E8 Route zu machen, was im gesamten 5 Monate und 3.000 Kilometer ergeben könnten. Hervorragend ausdauernde Geher können auch die Via Dinarica als Rückweg begehen. Sieben Monate und 4.500 Kilometer, dass hat was für sich...

Mit den ausführlichen Wege Beschreibungen verhält es sich, wie bei meiner Hüttenliste weiter unten. Soweit mit bekannt und durch eigene Begehung bestätigt, werde ich diese von Gebirgszug zu Gebirgszug hier veröffentlichen. Durch die rumänischen Karpaten habe ich zweimal je Vierwöchige Unternehmungen gemacht und somit die Besten Kenntnisse. Die Ukraine ist außen vor und Serbien derzeit noch nicht bereist. So bleiben noch die Slowakei, wobei ich hier nur einige Tagesabschnitte besser kenne.


Naturschutz, Wildtiere und Nutztierherden
In den Karpaten gibt es eine Vielzahl von ausgewiesenen Naturschutzgebiete. Einige sind bereits Jahrzehnte alt, einige wurden erst im Rahmen des EU Programms NATURA 2000 ausgewiesen und eingerichtet. Trotzdem gibt es große Probleme, was den Waldbestand angeht. 

Das illegale Abholzen von gesamten Bergkämmen, teilweise mit Duldung oder Wegsehen der Forstämter ist ein großes Übel in den Karpaten. Hier als ein Beispiel von Vielen sei die Maramures Region im Nordwesten von Rumänien genannt. Fast immer profitieren nur die großen westeuropäischen Holzhändler vom Kahlschlag, die Einwohner der Bergdörfer bekommen gerade die Krümel dieser Aktionen, welche seitlich vom Tisch des Kommerz herunter fallen. 

Das freie Zelten stellt bis auch die Hohe Tatra nirgends in den Karpaten ein Problem dar. Das wir unseren Müll unbedingt wieder mitnehmen, dürfte doch eine Selbstverständlichkeit sein.

An Wildtieren müssen der Braunbär, der scheue Luchs und natürlich die Wölfe genannt werden. Trotz meiner vielen Wildnistouren sind mir persönlich noch keine dieser Raubtiere über den Weg gekommen, es blieb immer nur bei vereinzelnden Fußspuren dieser Tiere. 

Sehr oft sind im Sommer große Schafherden in den Karpaten anzutreffen. Die Hirtenhunde, welche die Schafe beschützen, mögen uns Wanderer nicht und sehen uns manchmal als direkte Bedrohung ihrer Herde an. Bei Begegnungen sollte man größere Vorsicht an den Tag legen. 

Im Retezat Gebirge sind mir morgens auch mal eine Herde Pferde um mein Zelt herum weidend begegnet. In niedrigeren Lagen sind auch Ziegenherden keine Seltenheit. Letztendlich sind eigentlich nur die verwilderten Hunde nahe der Bergdörfer mir negativ aufgefallen. Diese sind laut, oft aggressiv, haben kein Sozialverhalten und leider hilft hier nur ein stabiler Prügel zur Selbstverteidigung.



Eine Liste der Berghütten

Bei einem solch langen Pfad ist das Erstellen einer Hüttenliste eine enorme Herausforderung. Die Unterteilung der einzelnen Gebirgszonen werden mit den mir bekannten Berghütten verbunden und auch weiterhin nach Veröffentlichung laufend ergänzt. 

Aber ohne ein Leichttrekkingzelt wird eine Begehung nicht funktionieren. Dazu eine Kurzform meiner Pfade Beschreibungen und einen Hinweis zur von mir benützten Wanderkarte.

Die Route über die westlichen Karpaten der Via Carpatica in der Slowakei

Informationen folgen.


Die Route über die nördlichen Karpaten der Via Carpatica in der Slowakei

Informationen folgen.


Die Etappen über die Niedrige Tatra

Informationen folgen.


Die Route über die östlichen Karpaten der Via Carpatica in der Slowakei

Informationen folgen.


Die Route über die Karpaten der Via Carpatica in Ungarn

Informationen folgen.


Die Route über die nördlichen Karpaten der Via Carpatica in Rumänien

Die Etappen ab der ungarischen Grenze und über die Muntii Ignis Berge


Die Etappen ab der ungarischen Grenze und über die Muntii Ignis Berge

Südlich von Orasul Nou liegt das Dorf Racsa. Hier beginnt der Trail über die rumänischen Karpaten. Farblich rot bezeichnet geht es in östlicher Richtung bergan. Erster Zeltplatz ist etwas östlich vom Monte Pietroasa Gipfel, 1201 m, bei einer Quelle am Tiganu. Am Poiana Sattel, 990 m, verlassen wir den Kammweg und biegen rechts ab und wandern in Richtung Blidari, etwa 500 m. 

Nun folgt ein herrlicher Wildbach Klamm Pfad zum Wasserfall Cascata Stur und ein weiterer Zeltplatz ganz in der Nähe. Die erste Cabana erreichen wir am Lago Dumitru. Der weitere Wanderpfad besitzt ein rotes Kreuz als Markierung und bringt uns zum Berghaus Agris, 840 m. Nächstes Ziel ist Sighetu Marmatiei, eine kleine Grenzstadt zur Ukraine an der Teiss gelegen. Da ab hier ein Straßenlatscher nach Süden folgt, könnte, wer nicht dort Einkaufen gehen muss, auch gleich bei Agris in Richtung Westen  nach Vadu Izei gelangen.
Wichtige Anmerkung: Stand Frühjahr 2025
Durch das Auslassen der Ukraine auf der Via Carpatica ist der Wegverlauf in Richtung Maramures geändert. Ab dem Lago Dumitru kann man auch gleich in südöstlicher Richtung zum Straßenpass Pasul Gutai, 987 m, wandern. Bei der Bergstation Izvoare gibt es gleich drei Berghäuser, davon ist eines ein Berghotel.
Vom Pasul Gutai geht es über die Muntii Gutai zum Pasul Neteda, 1057 m.

Als Wanderkarte habe ich hier die Erfatur - Dimap, Blatt Muntii Ignis, 1:50.000 benützt. Alle Bergpfade sind farblich markiert und teilweise auch ausgeschildert. Diese Karte wäre sehr verbesserungswürdig.


Die Etappen der Muntii Maramures Gebirgswald Region

Von Bistra, 365 m, aus kommend führt der markierte Pfad zur Cabana Paltin, 595 m. Weiter zur Passhöhe Saua Tomnatecul auf 1087 m. Die Sennerhütten din Laba, 1223 m, und din Runea, 1425 m, liegen am Bergsteig auf dem Weg zum höchsten Gipfel der Maramures Region, den Muntii Farcau mit 1957 m. Unterhalb an einem kleinen Bergsee kann frei gezeltet werden. Der lange markierte Abstieg in das Vaser Tal führt über das Biwak Stana Stanisoara, 1150 m, und weiter zur Cabana Silvica Cosnea auf nur noch 614 m. Die Überschreitung des Muntele Bardaului, 1850 m, führt Euch hinunter zum Albergo Silvio Bardau, 675 m.
Jetzt geht es das Vaser Tal, meist direkt an den Waldbahn Schienen entlang zur Cabana Faina, 855 m, mit seinem Campingplatz vor Ort. Danach zur Cabana Valea Babei, 950 m. Nun erfolgt der lange Aufstieg und Übergang zum Straßenpass Pasul Prislop. Auf 1646 m erreicht man die Berghütte Rifugio Montan Lucaciasa und besteigt den Muntele Toroiaga auf 1930 m. Über den Saua Galiu, 1430 m, gelangt man zur Cabana Fontana Stanchii, 1672 m. Von hier dann problemlos über gute Wanderwege zum Pasul Prislop, 1416 m, mit der Cabana Alpina.

Als Wanderkarte habe ich hier die Muntii Nostri, Blatt Maramuresului, 1:65.000 benützt. Alle Bergpfade sind farblich markiert und teilweise auch ausgeschildert. Gewöhnungsbedürftig ist der unübliche Maßstab der Karte.


Die Etappen der Muntii Rodnei - über das Rodnaer Gebirge

Vom Pasul Prislop nach Rodna. Der erste großartige Höhepunkt der Via Carpatica durch Rumänien. Zuerst in südwestlicher Richtung leicht bergan zum Stiol Sattel, 1572 m. Hier besuchen wir den höchsten Wasserfall in den rumänischen Karpaten, den ausgeschilderten Cascata Cailor. Anschließend weiter südlich zum Saua Gargalau Sattel, 1907 m. Nun westlich zum herrlich gelegenen Zeltplatz am Muntii Cailor, 1922 m und dem kleinen Bergsee Lago Cailor. Danach hinüber zum Saua Laptelui Pass, 1953 m, und nördlich hinunter zum Rifugio Puzdrele mit Campingplatz auf 1540 m. Danach wieder bergan über den Monte Cailor zum Bergsattel.
Nun südöstlich, rote Markierung, zum Gipfel des Gargalau, 2159 m. Nun folgt die großartige Kammtour über viele weitere Gipfel bis zum Monte Ineu, 2279 m. Östlich unterhalb ein Zeltplatz, 1920 m, an einem kleinen Bergsee. Weiter südlich kommt das Berghaus Salvamont Curatel, 1510 m. Nächstes Ziel am blau markierten Pfad ist die Berghütte Capul Benesului.
Nun geht es problemlos immer weiter bergab nach Rodna, 525 m.

Als Wanderkarte habe ich hier die Dimap, Blatt Muntii Rodnei, 1:50.000 benützt. Alle Bergpfade sind farblich markiert und teilweise auch ausgeschildert.


Die Etappen der Muntii Caliman Durchquerung

Informationen folgen.


Die Route über die östlichen Karpaten der Via Carpatica in Rumänien

Informationen folgen.


Die Route über die südlichen Karpaten der Via Carpatica in Rumänien

Die Etappen der Muntii Fägärasch Gebirgskamm Überschreitung

Informationen folgen.

Die Etappen der Muntii Retezat Durchquerung

Informationen folgen.


Die Route über die Karpaten der Via Carpatica in Serbien

Informationen folgen.

Die Etappen der Gebirgszüge südlich der Donau


Geführte Touren Angebote

Wie alle Touren auf dieser Webseite, kann auch eine Karpaten Überschreitung bei mir auf Anfrage gebucht werden. 3 Wochen oder auch bis zu 3 Monaten zu den schönsten Plätzen und Berggipfeln auf diesem Pfad, dazu die eine und andere Gipfeltour. 

Übernachtungen in Berghütten, Bivacco und auf Campingplätze sind möglich. Leider haben diese Touren ihren Preis. Die bewirteten Hütten sind recht teuer geworden, man muss sich meist verbindlich bereits vor Wochen anmelden. Freies Zelten wäre eine Alternative, erhöht aber gleich das Rucksack Gewicht um etwa 3-4 Kilo.

Bei Interesse eine eMail an
Camillo@valcellina-tagliamento.de  oder  doncamillo.friaul@gmail.com

Auch Anfragen von Jugendgruppen, welche dann vielleicht auch gerne mit Zelten unterwegs sein wollen, werden beantwortet. Hierbei werden wir sicher meist im Bereich der Biwakschachteln, Casera und Berghütten zum Zelten bleiben müssen. Für soziale Einrichtungen, Vereine und Pfadfinder gibt es bei mir immer ein preislich attraktives, sozial verträgliches Angebot.

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Aktuell veröffentlicht am 13.März 2025 - Camillo Pötzsch
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