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Cammino delle Pievi

Der Taufkirchenweg - Pilger Pfade der Pfarrkirchen


Der Cammino delle Pievi

Taufkirchenweg - Pfad der Pfarrkirchen

Touristische Übersicht

Der Cammino delle Pievi ist ein Pilgerweg, welcher vorwiegend von Kirche zur Kirche führt. Das italienische Cammino, auch Camminata, bedeutet sinngemäß „sich auf die Reise machen“, einen Spaziergang oder simpel ausgedrückt, auf seinen Weg gehen.

Zwischen dem Fiume Tagliamento im Osten der Region Friaul, dem Karnischen Hauptkamm im Norden, der Piave im Westen und den Gebirgszügen des Val Tramontina im Süden verläuft dieser knapp 300 Kilometer lange Cammino delle Pievi - Taufkirchenweg - Pilgerpfad der Pfarrkirchen. 

Seine italienische Webseite ist die www.camminodellepievi.it

Die einzelnen 20 Etappen sind recht unterschiedlich. Mal leicht und auch recht kurz bis hochalpin im steilen bergauf und bergab. Wie der Name es schon ausdrückt, von Kirche zu Kirche, von Kapelle zu Kapelle und vom Bildstöckl zu Bildstöckl. Viele Pfade sind alt und geschichtsträchtig. Walserwege, teilweise Kriegssteige und Passübergänge vergangener Zeiten werden erwandert. 

Einige Male werden weitere Fernwanderpfade gekreuzt oder auch mit benützt. Da wären genannt die Via Alpina, die Traversata Carnica, den Dolomiten Höhenweg 6, den Sentiero delle Orchidee und den Sentiero dell`Acqua. Bei Sappada kann man auf den noch größeren Pilgerweg treffen, den Cammino delle Dolomiten mit mindestens weiteren 30 Etappen.


Folgende Gemeinden liegen am Pilger Pfad

Tolmezzo – Illegio – Cesclans – Villa di Verzegnis – Enemonzo – Socchieve - Arta Therme – San Pietro - Paularo – Zovello - Timau - Ovaro - Pesaris - Sappada – Prato Carnico - Sauris – Rifugio Tenente Fabbro - Forni di Sotto - Forni di Sopra - Ampezzo - Villa Santina – Amaro.

Interessanter Weise werden fast alle Gemeinden in Karnien auf diesem Pilgerweg erreicht, welche auch am Sentiero delle Libera Carnia liegen. Der Unterschied: am Pilgerweg bleibt man auf recht einfachen und leichten Wegen unterwegs, am Sentiero delle Libera fast immer auf alten Partisanen Pfaden.

Der Pilgerpfad Cammino delle Pievi ist ausreichend markiert und teilweise an den Taufkirchen auch ausgeschildert. Leider wird dieser Weitwanderpfad seit seiner Einrichtung nur sehr wenig gewartet oder gar regelmäßig gepflegt. Überall wo Gras, Sträucher und Gestrüpp frei wuchern darf, findet man im Sommer kaum eine verlässliche Spur. Dazu kommen in manchen Gebirgsregionen Sturmschäden, welchen einem dem Weg versperren.


Übernachtungen

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den größeren Ortschaften einige, auch wenige Berghütten liegen am Pfad, aber ein leichtes Zelt kann ich nur empfehlen, insbesondere in der Haupt Touristen Zeit von Italien. Nicht immer sind die Pfarrkirchen allgemein geöffnet. 

Wichtig bei mehrtägigen Touren sind die Übernachtungsmöglichkeiten. Hier gleich vorweg: da üblicher Weise hier meist in den Orten genächtigt werden soll, muss alles gut geplant und vorgebucht werden. Was bei langen Touren nicht immer einfach ist, da man zum Abend ankommen müsste. Je nach Kondition und Wetter nicht immer einfach zu lösen. Des Weiteren geht dies auch ins Geld, schnell sind auch mal 70 € für eine Nacht im Einzelzimmer fällig. 

Die Alternative? Sehr gute Ortskenntnisse und das Wissen, wo man in Selbstversorger Hütten und auf Campingplätze zurück greifen kann und wo auch mal frei gezeltet werden kann.

Größere Mengen an Lebensmittel müssen nicht mit herum getragen werden, kommt man doch alle zwei, drei Tage spätestens in eine Ortschaft. Diese Weitwandertour eignet sich auch mit Kindern und Hund, ist somit Familientauglich.
Bergsteigerische Schwierigkeiten sind keine vorhanden, Probleme machen eher die Ausschilderungen in den jeweiligen Ortschaften sowie Hindernisse auf den Wegen durch Sturmschäden und Unwetter. Besonders bei Nebel und Schlechtwetter kommen im wieder Verläufe auf den Übergängen vor. 

Noch ein interessanter Aspekt, die Route ist bis auf kürzere Passagen Pilgerwagen tauglich. Wer dazu mehr Infos möchte, einfach eine Mail an mich schreiben.


Ausrüstung und Jahreszeit

Ohne ein Leichttrekkingzelt würde ich nicht unterwegs sein. Dazu Liegematte und Schlafsack. Da mein Hirtenhund Pepe auch mitkommt, würde ich meinen Pilgerwagen auch mitnehmen. So ist das Tragen des Gepäck eine Nebensache, unabhängig vom Gewicht. Wer es mal mit Kind und Kegel probiert hat, möchte dieses Transportmittel bei solchen Pilgerwegen nicht mehr missen.

Zwischen Ostern und Ende Oktober ist die Route bei gutem Wetter immer begehbar. Drei Wochen Zeit sollte man mitbringen, wenn der Cammino delle Pievi komplett gelaufen werden sollte. Da es aber unterwegs einige landschaftliche Leckerbissen gibt, wäre eine Zeitreserve von weiteren 3 bis 5 Tagen sinnvoll.
Zum Schuhwerk nur soviel, Bergstiefel benötigt es keine, gute Allterrain Sportschuhe mit einer griffigen Sohle sind völlig ausreichend, dazu im Sommer selbstverständlich luftige Trekking Sandalen.

Meine Reise Angebot

Für das Jahr 2025 habe ich eine umfassende Begehung mit meinem Hund Pepe geplant. Wer Interesse hat mit zu gehen, ob mit Hund, auch mit Kindern oder Jugendlichen, sollte sich baldigst bei mir per Mail melden.

Aktuell geschrieben am: 8.Mai 2024 - Camillo Pötzsch
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Veröffentlicht am 9.Dezember 2024