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Der Cammino di San Christoforo

Die Pilger Pfade San Christoforo in der Region Friaul


Cammino di San Christoforo

Pilgern auf dem San Christoforo in der Region Friaul

Touristische Übersicht

Zwischen der Piave im Westen der Region Friaul und dem Tagliamento im Osten gibt es den derzeit 357 Kilometer langen Pilgerpfad Cammino di San Christoforo. 6 verschiedene Routen wurden in den letzten Jahren markiert und bezeichnet. Alpine Erfahrungen benötigen die einzelnen Etappen keine, dafür gelegentlich immer mal wieder Deinen Orientierungssinn für den Pilgerpfade Verlauf. Den Charakter der Pfade gleichen den Vielen, in Europa vor zu findenden Pilgerpfaden. Nahezu die Hälfte lassen sich auch mit einem Crossbike Fahrrad befahren, wenige Etappen aber nur mit einem Mountainbike und der Rest geht nur zu Fuße.

Der Cammino di San Christoforo ist ein Pilgerweg, welcher vorwiegend von Kirche zur Kirche führt. Das italienische Cammino, auch Camminata, bedeutet sinngemäß „sich auf die Reise machen“, einen Spaziergang oder einfach ausgedrückt, auf einen Weg gehen.

Der Pilgerpfad Cammino di San Christoforo ist ausreichend markiert und sehr gut beschildert. Teilweise an den Kirchen und Kapellen auch ausgeschildert. Leider wird dieser Weitwanderpfad seit seiner Einrichtung nur sehr wenig gewartet oder gar regelmäßig gepflegt. Überall wo Gras, Sträucher und Gestrüpp frei wuchern darf, findet man im Sommer kaum eine verlässliche Spur. Dazu kommen in manchen Gebirgsregionen Sturmschäden, welchen einem dem Weg versperren.

Übernachtungen

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in den größeren Ortschaften einige, auch wenige Berghütten liegen am Pfad, aber ein leichtes Zelt kann ich nur empfehlen, insbesondere in der Haupt Touristen Zeit von Italien. Nicht immer sind die Pfarrkirchen allgemein geöffnet. 

Wichtig bei mehrtägigen Touren sind die Übernachtungsmöglichkeiten. Hier gleich vorweg: da üblicher Weise hier meist in den Orten genächtigt werden soll, muss alles gut geplant und vorgebucht werden. Was bei langen Touren nicht immer einfach ist, da man zum Abend ankommen müsste. Je nach Kondition und Wetter nicht immer einfach zu lösen. Des Weiteren geht dies auch ins Geld, schnell sind auch mal 70 € für eine Nacht im Einzelzimmer fällig. 

Die Alternative?  Sehr gute Ortskenntnisse und das Wissen, wo man in Selbstversorger Hütten und auf Campingplätze zurück greifen kann und wo auch mal frei gezeltet werden kann.


Größere Mengen an Lebensmittel müssen nicht mit herum getragen werden, kommt man doch alle zwei, drei Tage spätestens in eine Ortschaft. Diese Weitwandertour eignet sich auch mit Kindern und Hund, ist somit Familientauglich.

Bergsteigerische Schwierigkeiten sind keine vorhanden, Probleme machen eher die Ausschilderungen in den jeweiligen Ortschaften sowie Hindernisse auf den Wegen durch Sturmschäden und Unwetter. Besonders bei Nebel und Schlechtwetter kommen im wieder Verläufe auf den Übergängen vor.

Noch ein interessanter Aspekt, die Route ist bis auf kürzere Passagen Pilgerwagen tauglich. Wer dazu mehr Infos möchte, einfach eine Mail an mich schreiben.

Ausrüstung und Jahreszeit

Ohne ein Leichttrekkingzelt würde ich nicht unterwegs sein. Dazu Liegematte und Schlafsack. Da mein Hirtenhund Pepe auch mitkommt, würde ich meinen Pilgerwagen auch mitnehmen. So ist das Tragen des Gepäck eine Nebensache, unabhängig vom Gewicht. Wer es mal mit Kind und Kegel probiert hat, möchte dieses Transportmittel bei solchen Pilgerwegen nicht mehr missen.

Zwischen Ostern und Ende Oktober ist die Route bei gutem Wetter immer begehbar. Zwei Wochen Zeit sollte man mitbringen, wenn der Cammino di San Christoforo komplett gelaufen werden sollte. Da es aber unterwegs einige landschaftliche Leckerbissen gibt, wäre eine Zeitreserve von weiteren 3 bis 5 Tagen sinnvoll.

Zum Schuhwerk nur soviel, Bergstiefel benötigt es keine, gute Allterrain Sportschuhe mit einer griffigen Sohle sind völlig ausreichend, dazu im Sommer selbstverständlich luftige Trekking Sandalen.


Folgende Orte liegen am Cammino di San Christoforo

Vittorio Veneto - Caneva - Polcenigo - Budoia - Aviano - San Giorgio - Madonna di Monte - Malnisio - Montereale Valcellina - Maniago - Poffabro - Frisanco - Valdestali - Meduno - Tramonti di Sotto - San Vincenzo - Campone - Travesio - Castelnovo del Friuli - Clauzetto - Vito d`Asio - Pinzano - San Pietro - Spilimbergo - Sequals - Arba - Cavasso – Fanna.

So wirklich fertig scheint der Pilgerweg Cammino di San Christoforo auch nicht zu sein, da ich im Herbst 2024 immer wieder Leute getroffen habe, die neue Wegabschnitte beschildert haben.

Die einzelnen Wege, Pfade und Rundtouren wurden mit den Farben gelb, grün, blau und rot klassifiziert. Die grünen Etappen sind auch Fahrrad tauglich und man läuft ausschließlich in der Tiefebene zwischen dem Tagliamento, der Meduna und der Cellina entlang. Die gelben Abschnitte verlaufen meist im Vorgebirge Umland und sind besonders im Frühjahr, in der Blütenzeit und im goldenen Oktober landschaftlich reizvoll. Die blauen Etappen sind deutlich bergiger und diese werden immer noch erweitert. Rot steht bei diesem Pilgerweg für Varianten und Verlängerungen. 

Besonders auffällig bei diesem Pilgerweg ist die recht anspruchsvolle Beschilderung aus hochwertigen Metalltafeln und teilweise im Verkehrsschilder Format gehaltenen Hinweisschilder. Der Grundton dabei ist das touristische braun dieser Tafeln. Hier scheint es keinen Geldmangel zu geben. Aber dann unterwegs in freier Natur fehlen teilweise einfach mal farbige Punkte, wohin es eigentlich weiter gehen soll.
Die italienische Webseite lautet 
www.camminodisancristoforo.com

Start und Ziel des Cammino di San Christoforo

Im Grunde kann man in jeder Ortschaft, welche am Weg erreicht wird, beginnen. Ich persönlich kann direkt bei mir am Haus weglaufen, da eine Etappe hier vorbeiführt. Sonst empfehle ich die Gemeinde Meduno, ist mit dem öffentlichen Verkehr sehr gut erreichbar.


Ob diese Runde nun im Uhrzeigersinn oder entgegen gelaufen wird, ist im Grunde egal. Ich beschreibe die einzelnen Etappen entgegen der Hauptrichtung, auch weil ich nicht immer die selben Menschen auf der Route begegnen möchte.

Ausführliche Wege Beschreibungen wären teilweise sehr nützlich. Da ich selbst noch nicht alle Abschnitte, besonders aber die vielen Varianten, begangen bin, dauert dies sicher bis Ende der Wanderzeit 2025. Einen größeren Aufwand macht sicher die Suche und Auswahl geeigneter Übernachtungsmöglichkeiten. Dabei ist mir persönlich wichtig, weniger kommerzielle Bereicherungen zu fördern und auf Wochen voraus planen zu müssen, als spontan preiswert unter zu kommen. Mein Augenmerk liegt hier beim Zelten und in den Selbstversorger Hütten, Casera, Baita und Bivacco.

Ob ich diese vielen Informationen dann kostenlos online stelle oder besser als ein Büchlein mit weiteren Pilgerpfade veröffentliche, werdet Ihr nächsten Herbst erfahren.

Aktuell geschrieben am: 8.September 2024 - Camillo Pötzsch
Copyright: CP_2018/_2024

Veröffentlicht am 10.Dezember 2024

Sehr selten im Friaul - Wollgras im sumpfigen Gelände...



Meine Reise Angebot

Für das Jahr 2025 habe ich eine umfassende Begehung mit meinem Hund Pepe geplant. Wer Interesse hat mit zu gehen, ob mit Hund, auch mit Kindern oder Jugendlichen, sollte sich baldigst bei mir per Mail melden.