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Der Dolomiten Höhenweg 8 - die "Alta via Degli Eroi"

„Alta via delle Dolomiti da Feltre a Bassano del Grappa“


Der Dolomiten Höhenweg 8

Die „Alta via delle Dolomiti da Feltre a Bassano del Grappa“
Bezeichnung nach der Definition des CAI - Alta via Degli Eroi

Von Feltre nach Bassano del Grappa

Der Dolomiten Höhenweg 8
Von Brixen nach Salurn

Eine Bezeichnung nach der Definition von Franz Hauleitner. Dieser Weg beschreibe ich hier weiter unten nachfolgend.

Den Weitwanderpfad 8 der Dolomiten von Brixen nach Salurn gibt es offiziell in Italien nicht und ist eine private Veranstaltung des Autor Franz Hauleitner

Diese Wegbezeichnung hat der Pfad, welcher von Feltre nach Bassano del Grappa führt. Im Grunde ist diese Route eine logische Verlängerung des Dolomiten Höhenweges 2, welcher von Brixen bis nach Feltre leitet.

Der Geschichtlicher Hintergrund der Monte Grappa Route

Nachdem im Oktober und Anfang November 1917, des 1.Weltkrieges, die italienische Armee von den Österreichern, Ungarn und dem Deutschen Alpencorps von der Isonzo bis zur Piave getrieben wurden, stand Italien kurz vor einer verheerenden Niederlage. 

Mit dabei war auch ein Württembergisches Infanterie Regiment unter der Leitung des damals noch sehr jungen Erwin Rommel. Mit ihm gelang die Erstürmung vom Monte Matajur, der Durchbruch bei Cimolais und die Überbrückung der Piave bei Longarone. Wie erfolgreich Erwin Rommel im Herbst 1917 mit seinen Württemberger war, kann man auch daraus erkennen, dass er kaum Verluste aus den eigenen Reihen hatte.

Danach ging es für die ganze deutschsprachige Armee in das Monte Grappa Gebiet. Die letzte große Bastion der Italiener. Franzosen und Engländer erkannten sehr schnell, dass hier eine endgültige Niederlage der Italiener drohte. 

Sie verstärkten mit annähernd 80.000 frischen Soldaten die italienische Verteidigung am Monte Grappa. Und diese hat gehalten. So konnten 1918 die Italiener die verloren gegangene Landstriche vom Herbst 1917 alle wieder zurück gewonnen werden und am Ende des 1.Weltkrieges war man fast wieder an den gleichen Ausgangspunkten angelangt, wie bei Beginn dieses verlustreichen Krieges.

 Mit einem Unterschied: eine halbe Million junger Männer haben ihr Leben verloren!


Der Monte Grappa, 1775 m

Heute ist der Monte Grappa ein patriotisches, überdimensionales Freiluft Museum. Hier lebt der Pathos und Stolz der Italiener. Menschen mit deutscher Sprache begeben sich hier auch heute noch in Feindesland. An den Gedenktagen mit ihren Feierlichkeiten sollte man als Tedesco lieber den Monte Grappa meiden.

Überall in der ganzen Region findet man Überreste aus der damaligen Zeit. Schützengräben, verbaute Stellungen und Kanonen. Eigentlich ein Mahnmal, hier aber eher der Stolz der Italiener.


Ein touristischer Überblick

Die „Alta via delle Dolomiti da Feltre a Bassano del Grappa“, nach der Definition des CAI - Alta via Degli Eroi verläuft von Feltre nach Bassano del Grappa. 

Der Hauptweg die Höhenroute ist 63 Kilometer lang und Ihr benötigt dafür 4 Tage. Die regionale Erweiterung, der Anello Nationale del Grappa führt unter anderen zum Monte Palon, 1301 m. 

Auch der Europaweg 7 durchquert hier die Region Monte Grappa. 

Zuletzt verläuft mit einer Variante der Sentiero Cammino delle Dolomiti über den Monte Grappa. 

Dem entsprechend gibt es ausreichend viel Beschilderung, welche einen auch in die Irre einer Route führen kann. Wer alle Verbindungen, alle geschichtliche Plätze erkunden möchte, kommt letztendlich auf 110 Kilometer Wegstrecke und benötigt um die 10 Tage. Die meisten Bergpfade sind einfache Wanderungen, darüber hinaus gibt es aber viele gesicherte Steige in abschüssigen Gelände und auch eine lange, aussichtsreiche Kammtour.


Folgende Berghütten liegen am Weg

Das Bivacco A. Scopel, 1483 m. Am CAI 156 Bergpfad, nahe der Fontanel de Murelon, 1523 m, gelegen. Hier auch das frisches Trinkwasser für das Bivacco.
Das
Stalle Fontana Secca, 1445 m steht an der Kreuzung der CAI 843 und CAI 845 Bergpfade.
Die
Agritur Cason del Sol, 1275 m. Im Sommer bewirtete Alm.
Das
Bivacco Malga Valpore di Cima, 1451 m, ist eine Biwakhütte am Weg.
Das
Rifugio Valpore auf 1279 m steht etwas abseits der Hauptroute.

Die Cason dei Lebi, 1466 m. Eine Selbstversorger Hütte.
Das
Rifugio Bocchette auf 1322 m.
Der
Albergo Forcelletto auf  1396 m.

Die kleine Biwakhütte nahe dem Monte Palon, 1295 m. Hier kein frisches Trinkwasser in Hüttennähe.

Auf dem Monte Grappa das große Berghaus Rifugio Bassano, 1748 m. Tagsüber meist überlaufen und zum Übernachten muss rechtzeitig im Voraus reserviert werden. Dazu preislich recht anspruchsvoll.
Das Rifugio Alpe Madre, 1272 m.
Das Rifugio Campo Solagna, 1020 m. An der Südseite nahe einer Feriensiedlung stehendes Berghaus.

In der weiteren Umgebung des Monte Grappa gibt es eine Vielzahl von Agriturismo, bewirtschaftete Almen, teilweise nur Essen und Trinken, einige bieten aber auch Betten und Zimmer zum Übernachten an.

Empfohlene Wanderkarte: TABACCO 1:25.000 das Blatt 051 - Massiccio del Grappa.


Der Touren Verlauf

Eigentlicher Startort für den Weitwanderer ist die Gemeinde Porcen, 386 m, 4 Km südwestlich der Stadt Feltre. Die erste Etappe führt zur Kammhöhe des Monte Tomatico, 1595 m, auf dem Pfad CAI 841 in gut 3 Stunden herauf. Oben hat man eine herrliche Aussicht über diese weit südlichen Berge der Dolomiten und Südostalpen. Dabei überschreitet Ihr unter anderen den Monte Fontana Secca, 1609 m, und den Monte Valderoa auf 1565 m.

Bei einer Abzweigung nach Westen, CAI 920 gelangt man auf einer Variante nach Cismon del Grappa und in einer weiteren Halbrunde zurück zum Monte Grappa in 2 Tagen.

Die lange Kammtour, CAI 156, führt direkt in südlicher Richtung aussichtsreich zum Monte Grappa. Bei der Cason del Lebi kann nach Osten auf einer weiteren Variante der Monte Palon erreicht werden. Der Bergsteig CAI 152 führt direkt hinüber, zurück kann der Bergsteig CAI 155 und CAI 151 benützt werden.

Zwei Möglichkeiten hat man, um nach Bassano del Grappa zu gelangen. Wer daraus eine Runde, meine Empfehlung, machen möchte, wandert auf dem CAI 970 und CAI 180 nach Süden und nimmt anschließend den Wanderweg CAI 950 und CAI 940 nach Norden zum Rückweg. Alle diese Wanderwege sind gut ausgeschildert und bezeichnet.

Für den weiteren Rückweg in Richtung Feltre nimmt man anschließend den Wanderweg des Sentiero Cammino delle Dolomiti, welcher hübsch und weniger bevölkert zurück führt. Der Einstieg liegt dabei beim Albergo Forcelletto und Rifugio Bocchette.

Eine Anmerkung
In der CAI Historie der Dolomiten Höhen Pfade gibt es auch einen Weg mit der Nummer 11, die
„Alta via degli Altipiani“.
Startort ist Enego oberhalb der Fiume Brenta und dem Lago di Carlo. Wer also noch nicht genug hat, kann anschließend noch diese Fernwanderroute begehen. 

Weniger Geschichtsträchtig, dafür sehr viel Natur.


Der Dolomiten Höhenweg 8

Von Brixen nach Salurn nach Franz Hauleitner.

Diese Höhenroute verläuft westlich des Dolomiten Höhenweges 2. Acht Berggruppen werden durchwandert. Plose, Peitlerkofel, die Geislergruppe, den Schlern mit der Seiser Alm, den Rosengarten, Latemar, und die Eggentaler Alpen.

Etwa 160 Kilometer und 12 Tage werden dafür benötigt. Eine durchgängige Markierung mit einer 8 gibt es genauso wenig, wie am Ende ein Abzeichen. Ein Teil der Strecke bewegt sich auf dem Europa Fernwanderweg.

Nahe Salurn kann man auf den 11er Weg gelangen, welcher hinüber nach Osten in die Stadt Feltre führt. Dieser Weg ist vom CAI vorbildlich markiert und bezeichnet.


Eine Etappen Hüttenliste

Die Plosehütte - das Rifugio Plose, 2447 m.
Die Schlüterhütte - das
Rifugio Genova al Passo di Poma, 2301 m.
Die Brogleshütte - das
Rifugio Brogles, 2045 m.
Das
Rifugio Firenze di Cisles - Regensburger Hütte, 2039 m.
Das
Rifugio Bolzano - das Schlernhaus, 2457 m.
Das
Rifugio Alpe di Tires - Tierser Alphütte, 2438 m.
Das
Rifugio Vajolet, 2243 m.
Das
Rifugio Aleardo Fronza alle Coronelle - Rosengartenhütte, 2339 m.
Das
Rifugio Torre di Pisa, 2675 m.
Hotels und Albergo am Lavazejoch - Passo di Lavaze, 1807 m.

Je nach Kondition muss zweimal in Talnähe in Hotels oder Albergo genächtigt werden, wobei im Hochsommer es nicht einfach wird, für eine Nacht ein Zimmer zu bekommen, und kostspielig wird es auch. 

Generell muss gesagt werden, dass die Preise seit 2021 regelrecht teuer geworden sind, ins besonders in den Südtiroler Berghäusern. Wer die Kosten sparen möchte und ein Zelt mit nimmt, sollte unbedingt beachten, das in Südtirol ein freies Zelten ausdrücklich verboten ist. Selbst sehr weit oben im Gebirge kann man dort Ärger bekommen.


Die Öffnungszeiten der bewirteten Rifugio sind vom 20.Juni bis 20.September nach Vorgabe der CAI. An sonnigen Wochenenden sind die Hütten meist bereits ab 1.Juni offen und vor Mitte Oktober schließen diese selten. 

Bivacco, Ricovero und Casera sind Selbstversorger Hütten und ganzjährig offen zugänglich. Die Ausstattung ist aber sehr unterschiedlich. Guter Schlafsack und eine Liegematte sollten unbedingt dabei sein. Auch ein Kocher wird empfohlen. Frisches Trinkwasser aus Quellen ist meist in der Umgebung der Hütte auffindbar. 

Ende Juli bis Mitte August sind oftmals die Rifugio und Biwakschachteln am Dolomiten Höhenweg 8 überlaufen und voll. Mir ist dieser Umstand inzwischen völlig egal, ohne mein Leichttrekking Zelt bin ich bei Mehrtagestouren nicht mehr unterwegs.

Ausführliche Pfade Beschreibungen zu den Berghütten sind im Allgemeinen nicht erforderlich. Sind doch diese in der Regel ausgeschildert, bezeichnet und reichlich mit Farbe markiert.


Geführte Touren Angebote

Wie alle Touren auf dieser Webseite, können auch Dolomiten Höhenwege  Begehungen bei mir auf Anfrage gebucht werden. Bei Interesse eine eMail an:
doncamillo.friaul@gmail.com

Auch Anfragen von Jugendgruppen, dann gerne auch mit Zelten, werden beantwortet. Wobei ich ausdrücklich die Bergregionen von Südtirol ausschließe. 

Für soziale Einrichtungen, Vereine und Pfadfinder gibt es bei mir immer ein preislich attraktives Angebot.

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Erstmals veröffentlicht am 3.Januar 2024 - Camillo Pötzsch
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Aktualisiert am 11.Februar 2025