Friaulaner Naturerlebnisse
Buon giorno - Hallo und Willkommen in der Region Friaul 2026

Torrente Silisia - Lago di Selva - Chievolis - Val Tramontina

Tamarat - Faidona - Muinta - Selva - Lago di Redona

Wandertouren von See zu See


Lago di Selva - Torrente Silisia - Lago di Redona dei Tramonti
Chievolis - Tamarat - Faidona - Muinta - Selva
Wandertouren von See zu See

In das Val Tramontina kommt man von Norden her am Besten über Tolmezzo und dem Passo di Monte Rest. Von Süden her über Maniago und Meduno. Die hier vorgestellte Wasserreiche Wandertour kann mit weiteren Wassertälern verbunden werden, sowie lässt sich die großartige Monte Raut Gebirgskammtour damit verbinden.


Die Übernachtungsmöglichkeiten

Die Auswahl in den Tallagen sind sehr beschränkt. Eigentlich kann ich nur das DaFebo am Lago di Redona empfehlen, allerdings nicht ganz preiswert. Bei Tramonti di Sotto und  Tramonti di Sopra gibt es Wohnmobil Stellplätze, der Campingplatz im Val Tramontina wird seit Corona nicht mehr betrieben, gilt auch für die Campinganlage in Frisanco, welche bereits seit 10 Jahren ausgelassen wurde. Was bleibt?

Eine primitive Hütte nahe der Staumauer vom Lago di Redona, wobei hier auch frei gezeltet werden könnte. Bei Muinta gibt es einen Jugendgruppen Zeltplatz, welcher bei Absprache für eine Nacht genutzt werden darf. Östlich oberhalb von Tramonti di Sotto steht ein Berghaus mit dem sehr gut ausgestattete Bivacco Varnerin auf den Wiesen von Tamar. Am Lago di Selva wird das freie Zelten nicht gerne gesehen, wobei östlich von Pecolat etwas oberhalb vom Wasser freies Zelten geduldet wird. 

An Selbstversorger Hütten im Gebirge südlich des See und Torrente Silisia Tal stehen die Casera Valine, Casera Salincheit und Casera Chiavalot zur Verfügung. Allerdings haben alle drei Berghütten kein frisches Trinkwasser in der Nähe auffindbar und muss somit vom Tal her hoch gebracht werden. Freies Zelten direkt am Torrente Silisia ist generell verboten und gefährlich, da der Wasserstand des Wildflusses sich auch mal schnell erhöhen kann.


Eine Bergsteig Beschreibung südlich leicht oberhalb vom Wildfluss Silisia

Diese Pfad wurde bereits 1917 von den "Württembergern" unter Erwin Rommel auf ihren Weg nach Claut und Longarone benützt. Im 2.Weltkrieg dann von den Friaulaner Partisanen, welche gegen den Faschismus Italiens und gegen die deutsche SS kämpften, welche die Hilfe von den Kosaken der Krim annahmen. Die Geschichte habe ich ausführlich unter Libera della Carnia beschrieben.


Der Wegverlauf

Startpunkt ist an der oberen Brücke bei Tamarat. Hier nicht auf die Brücke gehen, sondern direkt beim Anfang dieser linkshaltend über eine Leitplanke steigen und auf einem guten Bergpfad etwa 20 Höhenmeter leicht bergab wandern. Ab hier ist der Pfad rot markiert und sehr gut erkennbar. Nach 20 Minuten folgen mehrere kurze Passagen, welche mit Stahlseilen gesichert wurden. Im Gesamten geht es hier meist leicht immer bergauf. Nach gut einer Stunde endet im Wald bei einem hohen Strommasten die roten Markierungen und Ihr müsst den Weiterweg an Hand von Pfadspuren erkennen.

Gute 25 Höhenmeter geht es ab hier leicht links schräg haltend bergan, danach fast eben über eine Kante und weiter eben, nun deutlich besser erkennbar auf guter Spur weiter. Ihr kommt in eine steilere offenen Geröllschlucht, welche fast eben gequert wird. Hier besteht die erste Möglichkeit, gefahrlos zum Wildfluss abzusteigen, Dauer etwa 45 Minuten. Unten kann je nach dem Wasserstand der Fluss überbrückt werden und jenseits nun leicht rechts haltend schräg durch den Bergwald mäßig steil in 35 Minuten zur Lago di Selva Bergstraße hoch gestiegen werden.

Nach einem kurzen ebenen Pfadabschnitt geht es gut 100 Höhenmeter mäßig steil aufwärts, gefolgt von einem weiteren ebenen Teil des Weges. Nach der dritten oftmals Wasser führenden Rinnen, kommt ein schmaler Bergsteig von links oben, Ruine Stalla Foos, welcher hinunter führt zur Ruine der Casera Brudär und zum Flussbett. Auch dieser Pfad führt über den Fluss und jenseits wieder hoch zur Lago di Selva Straße.
Unser weitere Weg führt zu eine Ruine an der Costa della Vacca und dem Rio del Ciucul Taront. Nun geht es meist gut erkennbar und unschwierig in nordwestlicher Richtung leicht bergab und Ihr erreicht die schon länger sichtbare Staumauer vom
Lago di Selva. Diese wird über viele Treppenstufen nach oben überwunden.


Die Begehung des Canyon Torrente Silisia

Ihr solltet unbedingt ein 25 Meter Bergseil, mehrere Schlingen und 3 Karabiner dabei haben, um steilere Felsen gesichert und mit Hilfe des Seiles besser abzusteigen zu können. Eine Detail Beschreibung ist eigentlich nicht möglich. Jährlich ändert sich die Route, dazu auch mal Hochwasser im Sommer. Für die ganze Begehung ab der Staumauer bis zur Brücke bei Chievolis sollten 4 Stunden eingeplant werden. 

Dabei sind sehr kurze Schwimmpassagen mit ein zu planen. Dreimal besteht die Möglichkeit auf einem Bergpfad nach links hoch zur Straße aufsteigen zu können. Das erste Mal bereits nach einer Stunde, das zweite Mal nach einer weiteren Stunde und das dritte Mal nach weiteren 30 Minuten. Danach geht es relativ, je nach Wasserstand, unschwierig Flussabwärts weiter.

Empfohlene Wanderkarte ist die TABACCO - 1:25.000 das Blatt 028 - Val Tramontina.

Weitere Informationen findet ihr auch auf meinem YouTube Kanal "Camillo Pötzsch".


Mögliche Verbindungstouren

Am Besten schaut Ihr unter dem Kapitel Sentiero dell Acqua auf dieser Webseite nach. Hier findet Ihr viele Möglichkeiten, weitere Wasserhaltige Wandertouren zu unternehmen.


 Meine touristische Angebote

Für Jugendgruppen kann ich Angebote auf dem Sentiero dell Acqua, den Carmen Felicitas Wasserpfaden, und dem Sentiero Libera della Carnia, dem Partisanen Weg von 1944 und dem Erwin Rommel Trail 1917 in dieser Region für ein-, zwei- oder als dreiwöchiger Zelttouren mit leichten Abenteuer Flair ausarbeiten und anbieten, welche von mir betreut und begleitet würde.
Einzige Bedingung wäre Euer selbst mit gebrachtes Leichttrekking Zelt für die anstehenden Übernachtungen.

Zurück zur Kapitel Übersicht - Wilde Wasser - mit einer vielfachen Auswahl an Bergtouren auf herrlichen Pfaden und Gebirgssteige.

Stand dieser Beschreibung ist 10. Juli 2026 - Autor: Camillo Pötzsch
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Aktuell veröffentlicht zum 24.Juli 2026