Friaulaner Naturerlebnisse

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Das Valli del Fiume Natisone

Auf dem Anello Via Valli del Natisone unterwegs...


Der Anello Via Valli del Natisone und der Monte Mataiur

Östlich von Udine, Region Friaul, liegt die alte Römerstadt Cividale del Friuli. Hier mündet der Wildfluss Fiume Natisone in die Ebene ein und versickert in seinem Kiesbett. Davor prägte er ein herrliches Gebirgstal und gab dieser Region seinen Namen, das Valli del Natisone.

Der Weitwanderweg Anello Via Valli del Natisone ist eine meist unschwierige, mehrtägige, längere Wanderung, welche aber nur teilweise an der Fiume Natisone entlang führt und dafür viele lange Bergkämme quert. Teilweise teilt er seine Wegführung mit der Via Alpina, dem Sentiero Italia und dem Alpe Adria Trail. Geschichtlich interessant ist ein Teil dieser Route, der Erwin Rommel Pfad, welcher im 1.Weltkrieg mit seinen Württemberger von der Soca zur Piave führte. Wander technisch damals eine besondere Leistung, ohne Waffengang mit schweren Gepäck in wenigen Tagen diese Route zur Piave zu finden und erwandert zu haben.


Geografische Übersicht

Zur Region Valli del Natisone gehören noch weitere, romantische Wildbach Täler. Da wäre zum einen der Grenzfluss Torrente Iudrio zu Slowenien. Auf der italienischen Uferseite ein asphaltierter Radweg, auf slowenischer Uferseite ein Wanderpfad.
Da wäre dann der
Torrente Alberone mit seinen verzweigten Gebirgszuflüssen, welcher recht zentral durch die Region Natisone fließt. 

Das Haupteinzugsgebiet der Fiume Natisone zwischen Stupizza und Cividale del Friuli ist für Wanderer und Bergsteiger ohne Interesse. Hier beherrschen Straßen und Ortschaften die Szenerie.

Zwei bewirtete Berghütten, das Rifugio Pelizzo, 1320 m, und das Rifugio Solarie, 956 m, stehen dem Wanderer zum Übernachten zur Verfügung. Passende Selbstversorger Hütten gibt es hier nur wenige. Bleiben noch die Albergo, die waren wegen dem Corona Virus oftmals verschlossen, und Euer mitgebrachtes Zelt zum Nächtigen.


Der Wege Verlauf vom Anello Via Valli del Natisone

Zwei Quellbäche hat die Fiume Natisone, dem Rio Bianco und den Rio Nero. Die Quelle vom Rio Nero ist zu Fuß nicht erreichbar. Deshalb startet der Anello Via Valli del Natisone in Montemaggiore unterhalb vom Gran Monte Gebirgskamm.

Hier nicht auf dem CAI 744 Sentiero Italia los laufen, sondern rechts haltend einen schmalen Pfad hinunter zum Rio Lesicena Wildbach. Dort mal die linke, mal die rechte Uferseite entlang bis zur Einmündung des Torrente Nero. Später rechts hoch dem Torrente Namlen entlang bis nach Platischis

Nächstes Ziel ist die Guado della Capra am Torrente Legrada. Weiter folgt der Aufstieg, CAI 744, CAI 735 nach Montefosca, 715 m hoch gelegen.
Hier gibt es die landschaftliche Möglichkeit, weiter nach Taipana zu gehen und dort die
weiteren Wege zum Wasser zu erkunden.


Der weitere Pfad

Westlich von Platischis am Oberlauf des Natisone Wildfluss erheben sich der Monte Konjic, der Namlen und der Monte Jauar aus dem dichten Bergwald hervor. Eine weitere bedeutende Erhebung ist der Monte Joanaz mit 1167 m. Der CAI 753 Wanderpfad führt in einer Schleife ab dem Anello Via Valli del Natisone dort hinüber.

Weiter geht die Tour mit dem Abstieg CAI 735 nach Stupizza, 207 m, an die Fiume Natisone hinab. Der slowenisch genannte Nadiza, Natisone, kann bei Guado della Capra auch direkt weiter Wasser abwärts mit einem 270 Grad Bogen durch Slowenien hindurch belaufen werden.

Ein interessante Abstecher geht zum Monte Mia, ein 1237 m hoher Aussichtsberg. Auf dem Sentiero Pradolino Monte Mia hoch zum Ricovero Casera Monte Mia, zum Gipfel und zurück und der Abstieg durch das Valle di Pradolino über die Bocca Predolom. Eine landschaftlich sehr lohnende Bergtour.


Ein buddhistisches Zentrum

In Polava, südöstlich vom Monte Mataiur befindet sich ein buddhistisches Zentrum, welches immer einen Besuch wert ist. Der Anello Via Valli del Natisone, hier als CAI 746 Wanderpfad bezeichnet, führt direkt daran vorbei.

Ab Stupizza auf dem Sentiero CAI 725 folgt nun der 1450 Hm. lange Aufstieg zum Monte Mataiur, der Panorama Gipfel dieser Region, auf 1641 m Höhe aussichtsreich gelegen. Danach hinunter zum Rifugio Pelizzo, 1325 m. 

Nun folgt der sehr lange Übergang zum Rifugio Solarie, 956 m. Die Überschreitung vom Kolovrat ist der geschichtliche Höhepunkt dieser Route. Überall befinden sich in diesen Freiluft Museum Relikte des 1.Weltkrieges. Wenig westlich abseits sollte unbedingt auch der Kuk, 1243 m, besucht werden.


Nach Castelmonte

Ein weiterer langer Übergang geht nach Castelmonte, 618 m. Danach der Abstieg nach Cividale del Friuli.
Ein interessanter Wanderpfad, der
Pot Miru, verläuft östlich der Natisone Route auf der Slowenischen Seite dieser Berge entlang. Gut ausgeschildert kann er bei Britof am Torrente Idrja über die Via die Monti Sacri erreicht werden und bietet eine herrliche Kammwanderung mit viel Gebirgswald und schönen Ansichten zur Soca an.

Diese Wegabschnitte sind wandertechnisch leicht und meist, leider nicht immer, gut markiert und ausgeschildert. Nur sehr wenige Wasserquellen am Weg. Eine klassische Mittelgebirge Tour mit ständigen Auf und Ab.


Übrigens...

Ein Tipp: wer genügend Zeit mitgebracht hat, kann diese Tour noch sinnvoll verlängern. Um Taipana gibt es mehrere Wildwasser Touren und Wasserfälle

Diese Beschreibungen findet Ihr im Kapitel - Wilde Wasser - unter den Wasserwegen von Taipana.

Touren Angebot

Diese Tour - der Anello Via Valli del Natisone - ist bereits ab Ostern gut begehbar und kann auf Wunsch auch bei mir als begleitete Wochentour gebucht werden. 

Im Sommer auch ein ideales Betätigungsfeld für Jugendgruppen, welche gerne mit Zelten in der Natur unterwegs sein wollen.

Erstmals veröffentlicht am: 28.Mai 2022 - Camillo Pötzsch
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Aktualisiert am 15. Januar 2025