Die Via Dinarica
Der "Weiße" Weitwanderpfad über den Balkan - von der Soca, Isonzo zum Schwarzen Meer
Die Via Dinarica
Der "Weiße" Weitwanderpfad über den Balkan - von der Soca, Isonzo zum Schwarzen Meer
Pfade - Berghütten - Klettersteige - Gipfeltouren - Höhenwege
Sentiero - Rifugio, Casera, Bivacco - Ferrata - Cime, Monte - Sentiero del sopra
Allgemeines über die Via Dinarica
Über 2.500 Kilometer durch die Balkanländer Slowenien, Kroatien, Bosnien, Herzegowina, Montenegro, Albanien, dem Kosovo und wer noch möchte durch Bulgarien bis ans Schwarze Meer, das ist die Via Dinarica. Im Jahre 2010 wurde dieser Weitwanderpfad ins Leben gerufen. Richtig fertig ist die Route aber auch bis Heute nicht wirklich geworden.
Grundsätzlich gibt es von der Via Dinarica drei Wegverläufe: eine Weiße Route, eine Grüne Route und die Blaue Route.
Die Weiße Route verläuft ab den Julischen Alpen Sloweniens über die Gebirge der Dinarischen Alpen, über die Gebirge des Südostbalkans und letztendlich über die bulgarischen Berge in Richtung schwarzem Meer.
Während die Bergsteige in Slowenien und Kroatien ausgeschildert und ordentlich bezeichnet sind, sieht es weiter südöstlich nach Abenteuertouren aus und erst in Bulgarien finden sich wieder gut bezeichnete Bergpfade.
Viele großartige Nationalparks und Naturreservate werden durchquert. In Slowenien den Triglav Nationalpark, in Kroatien den Ucka, den Velebit, den Vranasee und den Biokovo Park. Dazu kommen die Bijele und Samarske stijene, sowie die Rozanski und Haiducki kukovi Naturreservate.
Sowohl in Slowenien wie auch in Kroatien wurden für die Via Dinarica hauptsächlich bereits vorhandene, teilweise sehr beliebte Bergwanderpfade zusammen gebunden.
Zwei Problemzonen...
...muss ich für die Weiße Route der Via Dinarica nennen. Zum einen das Trinkwasser. Es gibt Etappen, wo man für drei Tage das Wasser mitbringen muss, wenn man nicht durch Durst die Tour abbrechen möchte, was immer wieder aber geschieht. Zum Anderen sind es die militärischen Reste des Jugoslawien Krieges. Ist man mal gezwungen, den Hauptweg zu verlassen oder einen anderen Pfad, sei es um ins Tal zu kommen oder um eine Quelle zu erreichen, zu benützen, können immer noch Granaten und Munitionsreste gefunden werden, im Extremfall sogar noch Landmienen. Hier also besondere Vorsicht auf Euren Touren.
Der Wegverlauf der Grünen Linie durchquert vielfach das Hinterland der Dinarischen Alpen. Man überschreitet nicht das Hochgebirge, sondern besucht vielfach herrliche Flussläufe und einzigartige Bergseen. Auch diese Route ist nicht durchgehend fertig gestellt und bezeichnet. Dafür kann man zumindest in Kroatien diese Etappen auch mit dem Mountainbike befahren.
Die Blaue Route ist etwas für Inselhüpfer und Meeresstrand Freunde. Meist immer am Wasser entlang, selten große Höhenunterschiede, dafür aber recht lange Kilometer Etappen. Gleichzeitig ist die Blaue Route sicher auch die Teuerste. Da es keine Berghütten gibt, bleiben nur Campingplätze, wer sein Zelt dabei hat, und Gasthöfe und Hotels zum Übernachten. Dazu kommen noch die Tickets für die Schiffsverbindungen. Auch die Blaue Linie kann mit dem Fahrrad befahren werden.
Die "Weißen" Pfade der Via Dinarica
Bei der Planung dieser Fernwanderroute wurden parallel auch die Wegführung der Europa Fernwanderwege mit eingebunden. Dies betrifft den E6 und den E12. Teilweise laufen die Abschnitte gemeinsam, teilweise relativ nahe parallel und dann auch komplett unterschiedlich. Ich würde das so Beschreiben: die Via Dinarica, Weiße Route, ist die alpinste Route über die Dinarischen Alpen. Die Europawege verlaufen in gemäßigten Zonen.
Was sich für passionierte Weitwandergeher anbietet, ist die Via Dinarica, Weißer Gebirgspfad zu begehen und den Rückweg über die E12 oder E6 Route zu machen, was im gesamten 4 Monate und 2.500 Kilometer ergeben könnten.
Eine weitere großartige Durchquerung der Gebirge Osteuropas wäre die Verbindung der Via Dinarica mit der Via Carpatica. 7 Monate auf der Tour und dabei über 4.500 Kilometer zu Fuß über fast unendliche Gebirgskämme, ja, dass hat was für sich!
Mit den ausführlichen Wege Beschreibungen verhält es sich, wie bei meiner Hüttenliste weiter unten. Soweit mit bekannt und durch eigene Begehung bestätigt, werde ich diese von Gebirgszug zu Gebirgszug hier veröffentlichen. Durch die Dinarischen Alpen habe ich einmal eine Dreiwöchige Unternehmung gemacht und somit einige Kenntnisse. Montenegro, den Kosovo und Albanien kenne ich nur über die Balkanroute, welche von den Flüchtlingen aus der Türkei benutzt worden sind.
Naturschutz, Wildtiere und Nutztierherden
In den Dinarischen Alpen gibt es eine Vielzahl von ausgewiesenen Naturschutzgebiete. Einige sind bereits Jahrzehnte alt, einige wurden erst im Rahmen des EU Programms NATURA 2000 ausgewiesen und eingerichtet. Für das Betreten einiger dieser Naturreservate werden örtlich Eintrittsgelder verlangt. Auch gibt es vereinzelt Verbote, was das freie Zelten für eine Nacht angeht. Bitte beachtet auch hier den Naturschutz.
An Wildtieren müssen der Braunbär, der scheue Luchs und natürlich die Wölfe genannt werden. Trotz meiner vielen Wildnistouren sind mir persönlich noch keine dieser Raubtiere über den Weg gekommen, es blieb immer nur bei vereinzelnden Fußspuren dieser Tiere. Sehr oft sind im Sommer größere Schafherden anzutreffen. Die Hirtenhunde, welche die Schafe schützen, mögen uns Wanderer nicht und sehen uns manchmal als direkte Bedrohung ihrer Herde an. Bei Begegnungen sollte man größere Vorsicht an den Tag legen. In niedrigeren Lagen sind auch Ziegenherden keine Seltenheit. Letztendlich sind eigentlich nur die verwilderten Hunde nahe der Bergdörfer mir negativ aufgefallen. Diese sind laut, oft aggressiv, haben kein Sozialverhalten und leider hilft hier nur ein stabiler Prügel zur Selbstverteidigung.
Eine Gefahr bei Wildnistouren auf der Via Dinarica sind sicherlich die Giftschlangen. Davon gibt es einige und auch ich kann nicht immer auf die Schnelle erkennen, giftig oder ungiftig. Wichtig ist bei Strauchgelände, nicht blindlings durch zu wandern. Kräftige Tritte vertreiben die meisten und natürlich sind klassische Bergstiefel der beste Schutz und keine Turnschlappen.
Meine Liste der Berghütten
Bei einem solch langen Pfad ist das Erstellen einer Hüttenliste eine enorme Herausforderung. Die Unterteilung der einzelnen Gebirgszonen werden mit den mir bekannten Berghütten verbunden und auch weiterhin nach Veröffentlichung laufend ergänzt. Ohne ein Leichttrekkingzelt wird eine Begehung hier nicht funktionieren. Dazu eine Kurzform meiner Pfade Beschreibungen und einen Hinweis zur von mir benützten Wanderkarte.
Die Weiße Route der Via Dinarica durch Slowenien
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route der Via Dinarica durch Kroatien
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route der Via Dinarica durch Bosnien und Herzegowina
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route der Via Dinarica durch den Montenegro
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route der Via Dinarica durch Albanien
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route durch den Kosovo
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Die Weiße Route durch Bulgarien
Meine Informationen und Beschreibungen folgen demnächst.
Geführte Touren Angebote
Wie alle Touren auf dieser Webseite, kann auch eine Dinarischen Alpen Überschreitung bei mir auf Anfrage gebucht werden. 3 Wochen oder auch bis zu 3 Monaten zu den schönsten Plätzen und Berggipfeln auf diesem Pfad, dazu die eine und andere Gipfeltour. Übernachtungen in Berghütten, Bivacco und auf Campingplätze sind möglich. Leider haben diese Touren ihren Preis. Die bewirteten Hütten sind teuer geworden, man muss sich immer verbindlich bereits vor Wochen anmelden. Freies Zelten wäre eine Alternative, erhöht aber gleich das Rucksack Gewicht um etwa 3-4 Kilo.
Bei Interesse eine eMail an
Camillo@valcellina-tagliamento.de oder doncamillo.friaul@gmail.com
Auch Anfragen von Jugendgruppen, welche dann vielleicht auch gerne mit Zelten unterwegs sein wollen, werden beantwortet. Hierbei werden wir sicher meist im Bereich der Biwakschachteln, Casera und Berghütten zum Zelten bleiben müssen. Für soziale Einrichtungen, Vereine und Pfadfinder gibt es bei mir immer ein preislich attraktives, sozial verträgliches Angebot.
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Aktuell veröffentlicht am 10.März 2025 - Camillo Pötzsch
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